Es kristallisiert sich ein Aktivitätsmuster heraus: 2 Tage Action, 1 Tag Gammeln. So sind wir auch an Tag 6 lässig abgehangen und von Spielplatz zu Spielplatz gezogen. In Budapest hat jedes Einkaufszentrum entweder ein Játszóház, also ein Spielhaus, oder einen eingezäunten Spielplatz. Dort kann man ganz gechillt mit seinem Kind die Zeit totschlagen.

Spielplatz beim Einkaufszentrum Allee

Dann sind wir noch Spazieren gegangen. Und Spazieren gehen kann tatsächlich ein kleines Abenteuer sein. Denn wenn man nicht vor seine Füße schaut, kann das schmerzhaft enden. Überall gibt es kleine Dellen, Löcher und Risse in den Gehwegen.

Stolperfallen in Budapest

Abgesenkte Bordsteine z.B. an Ampeln sind Glückssache. Gehwege hören manchmal plötzlich auf oder sind stellenweise von Gras überwuchert. Pfützen sind, nun ja, groß.

DAS nenne ich mal eine Pfütze!

Straßen sind oft kreuz und quer aufgeschnitten und mehr oder weniger gut geflickt. Manchmal ragen einfach so Pfosten aus dem Boden, ganz ohne Sinn. Gehwege sind oft nur punktuell provisorisch ausgebessert so dass alles nach einigen Jahren aussieht wie eine einzige große Collage.

Eine Collage namens Straße

Für jeden Ausflug mit Kindern nach Budapest empfiehlt es sich daher, den Kinderwagen möglichst nicht zu benutzen! Nicht nur wegen der Gehwege, sondern auch, weil die Trams, viele Busse und Metro-Haltestellen nicht barrierefrei sind. Und: Mit Kinderwagen hat man in Tram und Bus ein echtes Platzproblem. Ganz oft gibt es keine Aufzüge oder sie funktionieren nicht. Deshalb: Lieber einen leichten (aber stabilen!) Buggy benutzen. Den kann man dann auch recht einfach in eine Tram oder Treppen auf und ab bugsieren. Für alle, die mit einem Baby reisen, sind Manduca und Co. die beste Wahl.

Aber ganz egal, wie viele Stolperfallen auf einen in Budapest lauern – das Spazierengehen  lohnt sich und wird mit wunderschönen Aussichten belohnt! Budapest ist wirklich eine Augenweide! Man muss eben nur beim Gehen die Augen offen halten :-)

Budapest

Alle 11 Tage in Budapest:

Tag 0: Am Flughafen ankommen
Tag 1: Shoppen, Wochenticket, Westend und vergessene Badeanzüge
Tag 2: Aquaworld und Einkaufen
Tag 3: Einkaufen im Markt
Tag 4: Tropicarum und Szimpla Kert
Tag 5: Eleven Park
Tag 6: Spielplatzhopping und die Tücken des Spazierengehens
Tag 7: Király utca, Gozsdu udvar und die Budapester Synagoge
Tag 8: Göd und Einkaufen in Ungarn
Tag 9: Pfannkuchenfrühstück, Feneketlen tó und Patchwork-ÖPNV
Tag 10: Markthalle, Váci utca und Deák Ferenc tér
Tag 11: Zum Flughafen und bye bye Budapest