Mit Kindern sieht man die Welt mit neuen Augen. Man ist nämlich immer auf der Suche nach irgendwas, das Kindern Spaß macht, um sich selbst das Leben leichter zu machen. Und wie es der Zufall so will, ist so ein Lebenserleichterer für Eltern in unserer direkten Nachbarschaft. Den Tesco kennen wir ja schon seit Jahren – aber dass direkt darüber Ungarns größtes überdachtes “Játszóház” (Spielhaus) ist, haben wir bis vor einigen Monaten vollkommen übersehen.

ELEVEN PARK - auch bekannt als Kinderermüdungscenter

Der Eleven Park ist 4.000 Quadratmeter purer Spaß: Rutschen, Bällebad, Klettergarten, Hüpfburgen, Go-Kart-Bahn, Trampoline, Roller und Fahrräder, Mini-Karussells – und die Hälfte habe ich bestimmt vergessen.

Bällebad!

Hinkommen: Es gibt zwei Eleven Parks in Budapesst, aber wir gehen immer in das im Új Buda Center. Da ist alles drin, was man so braucht: Tesco, dm Drogeriemarkt, Burger King, Frisör, Post, Buchgeschäft, Spielwarenladen etc. Und die obere Etage ist eben das “Játszóház”, das Spielhaus. Die Adresse: Hengermalom út 19-21. Die Busse Nr. 33 und 103 halten quasi vor der Haustür (“Budafoki út”). Oder mit den Bussen 114, 213 und 214 bzw. mit den Trams 18, 41 und 47 bis Etele/Fehérvári út und dann noch ein paar hundert Meter Richtung Donau (da lang, wo der Aldi ist und immer weiter geradeaus bis zum Einkaufszentrum). Ein Kind zwischen 2 und 14 Jahren zahlt 1.650 HUF und von Freitag bis Sonntag 1.950 HUF (ca. 6,50 Euro). Eltern zahlen 700 bzw. 1.000 HUF. Mit knapp 10 Euro sind also zwei Eltern mit einem Kind (und Baby, da Kinder unter zwei Jahren kostenlos reindürfen) dabei, was gefühlt immer noch recht günstig ist für so viel Spaß. Und dafür, dass die Kinder dann soooo gut schlafen :-)

Diese Spielhäuser sind sowieso sehr faszinierend: In fast jedem größeren Shoppingcenter gibt es eines. In einigen kann man die Kinder abgeben, in anderen muss/darf man als Eltern selber “mitspielen”. In einigen zahlt man pro Minute, in anderen gibt es eine Tagesflatrate. Einige sind klein, andere sind riesig. In Deutschland hingegen gibt es oft höchstens eine kleine Spielecke mit einigen verratzten Stiften und vielleicht einem Kletterhäuschen mit kleiner Rutsche. Nur im Ikea kenne ich etwas, das den ungarischen Spielhäusern nahe kommt. Indoor-Parks kosten in Deutschland dann gleich ein Vermögen. Dabei ist dieses Konzept so schlau: Eltern können ihre Kinder in gute Hände abgeben und einkaufen gehen bzw. Dinge erledigen. Schnell, günstig, spontan, flexibel. Dass es so etwas bei den in Ungarn als sehr praktisch und effizient veranlagten Deutschen nicht gibt, kann man den Ungarn nicht so recht erklären.

Alle 11 Tage in Budapest:

Tag 0: Am Flughafen ankommen
Tag 1: Shoppen, Wochenticket, Westend und vergessene Badeanzüge
Tag 2: Aquaworld und Einkaufen
Tag 3: Einkaufen im Markt
Tag 4: Tropicarum und Szimpla Kert
Tag 5: Eleven Park
Tag 6: Spielplatzhopping und die Tücken des Spazierengehens
Tag 7: Király utca, Gozsdu udvar und die Budapester Synagoge
Tag 8: Göd und Einkaufen in Ungarn
Tag 9: Pfannkuchenfrühstück, Feneketlen tó und Patchwork-ÖPNV
Tag 10: Markthalle, Váci utca und Deák Ferenc tér
Tag 11: Zum Flughafen und bye bye Budapest