Es gibt so Tage: Dunkel, nass, kalt. Und nach zwei Tagen durch Budapest marschieren, machen sich auch erste Ermüdungserscheinungen breit. Also heißt es, den Montag lässig angehen zu lassen. Wir starten mit einem Ausflug zum nächsten Markt, das ist der Fehérvári úti vásárcsarnok. Und mal wieder tauchen wir in eine Welt ein, die mit unseren deutschen Sehgewohnheiten aufräumt: Abgezogene Gänseköpfe und Hühnerfüße säumen unseren Weg und man könnte sich fast fragen, warum die Leute in Deutschland sich so anstellen wenn sie Pferdefleisch in ihrer Lasagne finden, da hier in Ungarn Pferdesalami eine nicht ganz günstige Delikatesse ist (2.558 HUF pro Kilo).

Beim Metzger sieht man: Die Ungarn lieben FleischMein subjektiver Eindruck ist, dass während in Deutschland der Markt eher etwas für Besserverdienende ist, die mit ihren Reisenthel-Einkaufskörben über den Markt schlendern und sich teures (weil lokales) Gemüse, Obst, Käse und Fleisch gönnen, in Ungarn der Markt eher etwas für die Durchschnittsmenschen ist. Dort ist alles vielleicht etwas günstiger als im Laden (weil lokal) und die Leute gehen dort immer schnell etwas einkaufen, was sie gerade fürs nächste Essen brauchen. Märkte sind in Ungarn jeden Tag geöffnet und ein Umschlagplatz für Gerüchte jeder Art. Es tummeln sich fast nur ältere Menschen dort – sowohl vor als auch hinter dem Verkaufsstand.

Vásárcsarnok

In jedem vásárcsarnok gibt es einen Stand mit eingelegtem Gemüse – unbedingt probieren! Die meisten Märkte haben einen extra Bereich für Fast-Food (meistens in der obersten Etage). Beim Lángos-Stand kann man auch einen Zwischenstop einlegen. Und danach zum Nachtisch eine kleine Kalorienbombe: Beim Kuchenstand einfach mal ein “Krémes” kaufen und sich über den Hüftspeck freuen. Danach darf man dann ungefähr drei Tage nichts mehr essen.

Auf den Märkten findet man auch tolle Mitbringsel für Freunde und Verwandte in Deutschland: Salami, Souvenir-Krimskrams und natürlich die bekannten paprika-füzér und fogyhagyma-füzér:

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Direkt neben diesem Vásárcsarnok gibt es mal wieder ein Einkaufszentrum. Die “Allee” ist zwar ein eher kleiner Vertreter seiner Art, aber selbst die kleinen Einkaufszentren sind hier inklusive Kino:

Das "kleine" Shoppingcenter "Allee"

Alle 11 Tage in Budapest:

Tag 0: Am Flughafen ankommen
Tag 1: Shoppen, Wochenticket, Westend und vergessene Badeanzüge
Tag 2: Aquaworld und Einkaufen
Tag 3: Einkaufen im Markt
Tag 4: Tropicarum und Szimpla Kert
Tag 5: Eleven Park
Tag 6: Spielplatzhopping und die Tücken des Spazierengehens
Tag 7: Király utca, Gozsdu udvar und die Budapester Synagoge
Tag 8: Göd und Einkaufen in Ungarn
Tag 9: Pfannkuchenfrühstück, Feneketlen tó und Patchwork-ÖPNV
Tag 10: Markthalle, Váci utca und Deák Ferenc tér
Tag 11: Zum Flughafen und bye bye Budapest