|
Mittwoch, Dezember 24, 2008
Wort des Tages
Schöne BescheuerungEin Familienstreit, Unfall, sonstiger Ärger oder einfach nur ein unpassendes, doofes Geschenk zu Weihnachten.
--------------------------------
Sneak
Warlords: 5/10  Ich bin nicht für Filme geschaffen, in denen irgendwer mit irgendwem intrigiert und sich dann einer gegen seinen Verbündeten wendet und plötzlich gegen ihn intrigiert, dann die Intrigen kreuz und quer gesponnen werden und am Ende alle unglücklich oder tot sind. Da blicke ich selten durch und kann den Handlungssträngen der Intrige kaum folgen. Filme, in denen man die Hauptdarsteller schon kaum unterscheiden kann, weil sie alle Namen haben, die ich mir nicht merken kann (in einen Ohren chingt und yangt es dann nur) und Mützen, Hüte und Kampfmontur aufsetzen, so dass man ihre Gesichter kaum auseinanderhalten kann, erhöhen den Schwierigkeitsgrad zusätzlich. Ich dachte, dass es nur mir so ginge, aber gegen Ende des Films habe ich von links und rechts nur noch ratloses "hä?" gehört. Also haben wir beschlossen, nur noch die schönen Bilder (Leichenberge und so) zu genießen und dann war der Film super.
--------------------------------
Dienstag, Dezember 16, 2008
Wort des Tages
EinhaugerätEin Haushalts- oder Bürogerät, das nach gänger Folklore bei Nichtfunktionieren mit einem Schlag wieder zum Laufen gebracht werden kann. Unter Einhaugeräte fallen z.B. Monitore, Radios und Fernseher.
--------------------------------
Montag, Dezember 15, 2008
Sneak
Warten auf Angelina: 0/10 Ein neuer historischer Tiefpunkt in der Sneak. Und schon wieder trifft es einen deutschen Film. Ein absolut liebloser Vorspann - das lässt nichts gutes erahnen. Und tatsächlich: Der Film verharrt beharrlich auf dem Nullniveau: Er fängt mit total bemühten und verkopften Dialogen an, schleppt sich wie ein angeschossenes Reh fort mit vollkommen laschen Jokes und sackt vollends in einem nichtssagenden, überflüssigen Epilog zusammen. Ich musste eine geschlagene Stunde warten bis zur ersten witzigen Szene. Die GEZ-Domina geht mal gar nicht, das ist absolut unentschuldbare Albernheit auf tiefstem Niveau. Dann macht der Ossi-Knipser einen total lahmen Witz, der schon vor 10 Jahren nicht witzig war und es lachen tatsächlich einige. Der Film ist den Staub nicht wert, der sich auf ihn legen wird und ist ein purer Hauch von gar nichts. Deutscher Film, geh doch heulen!
--------------------------------
Sonntag, Dezember 14, 2008
Ich bin ein digitaler Einwanderer
Es war erst vor vier Tagen aber es kommt mir vor, als wäre es vor mindestens zwei Wochen gewesen, dass ich auf dem Social Media Breakfast in München saß und mir klar wurde, wie sehr sich die Welt in den letzten 10 Jahren verändert hat. Ich bin ein digitaler Mensch mit Analoghintergrund. Ich gehöre, demographisch gesehen, nicht zur sogenannten Generation der Digital Natives, dafür bin ich einige Jahre zu früh geboren. Das Internet habe ich erst in meinen späten Teenagerjahren entdeckt. Das war die Zeit, als man bei der Telekom noch einen Internetsurfschein machen konnte. Ich habe gerade noch so die Kurve gekriegt und bin als Twen in diese aquastylishe Webzweinullwelt reingepurzelt, wie Alice in den Kaninchenbau. Da bin ich jetzt und habe das Gefühl, diese ganze Webzweinullwelt nicht so wirklich zu verstehen und ständig hinterher zu hinken. Während ich mich gerade wohlig bei Twitter eingenistet hat, ist die digitale Speerspitze schon zu Friendfeed weitergezogen. Gleichzeitig sind andere von meinem "Insiderwissen" total fasziniert und verhalten sich so ehrfürchtig, als ob Twittern und ein Facebookprofil haben sowas wie höhere Mathematik wären. Erinnert mich an die Zeit vor ca. 10 Jahren, als mein Bruder für mich die Aura eines Nobelpreisträgers in Kernphysik ausstrahlte, nur weil er eine Powerpointpräsentation erstellt hat. Boah, Powerpoint! Als ich dann mal meine erste eigene PPT zusammengewürfelt habe, hat sich diese Ehrfurcht aufgelöst. Und ich habe mich ein bisschen über meine eigene Naivität geärgert. Das gleiche ist passiert, als ich meine erste HTML-Seite gebastelt und meinen ersten Blogeintrag geschriebe habe. Da stehe ich also beim Social Breakfast und bin total perplex, dass ich einem angeblichen Digital Native, der vielleicht vor einem Monat seinen ersten Bartwuchs feiern durfte, Twitter erkläre. Das ist nicht ganz so schlimm wie meine irgendwas über 40jährige Cousine, die Wikipedia nicht kennt, denn sie steht nun mal ganz weit hinten auf der anderen Seite des Grand Web2.0 Verständniscanyons, aber trotzdem schlimm genug, denn eigentlich sollte er mir erklären, wie der Web2.0 Hase läuft. Das war lustig und irgendwie tröstlich. Ich gehöre also doch noch nicht zum alten Web2.0 Silizium. Ich muss mich einfach nur aufraffen und mich in diese neue Welt ein bisschen reinarbeiten. Auch wenn es nervt, manchmal anstrengend ist und ich zunächst nicht ganz verstehe, wozu dies oder jenes gut sein soll. Da war bei Twitter so, bei Facebook und RSS Readern und eigentlich bei fast allem außer Emaildiensten und Skype. Man muss ja nicht gleich jeden Web 2.0 Scheiß mitmachen. Aber es kann ganz sicher nicht schaden, von jedem Web 2.0 Scheiß mal gehört zu haben.
--------------------------------
Donnerstag, Dezember 11, 2008
Kino
Im Winter ein Jahr: 5/10  Familie trauert bildgewaltig um Bruder/Sohn, der Selbstmord verübt hat. Für einen langweiligen Film ganz ok.
--------------------------------
Sonntag, Dezember 07, 2008
Sneak
Transsiberian: 7/10  Am Anfang fragt man sich ständig, was das jetzt soll und ob mal was passiert. Aber wenn mal was passiert, wird der Film richtig gut und entschädigt für das erste Drittel, das einen fast ins Koma befördert hätte. Durchhalten lohnt sich.
--------------------------------
|
|