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Donnerstag, Oktober 30, 2008
Wort des Tages
HieblingPartner, der auch mal zuschlägt.
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Samstag, Oktober 25, 2008
Wort des Tages
HappileptikerMensch, der zum Ausdruck seiner Freude headbangend durch die Gegend hüpft und wild (z.B. an einer Gitarre) herumzuckt. Meistens anzutreffen in Form eines Frontmanns einer Band.
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Freitag, Oktober 24, 2008
Ein Donnerstag im Leben des Sympatexters.
Maunz. Miau. Miaaaauuuau! In der Schweiz gibt es viele Katzen. Putzig. Wenn sie nicht gerade nachts am Hotelfenster entlangschrubben und energisch nach Einlass und Streicheleinheiten fordern. Der Katzenfreund Sympatexter versucht, die Katze mit einem hellen Handydisplay zu verscheuchen. Die Maunzmaschine hält mit ihren Katzenaugen dagegen. Ich klopfe gegen die Scheibe. Die Katze hält das für einen Akt des Friedens. Ich wage es nicht, die Balkontüre aufzumachen, denn draußen lauert die fiese Bergkälte und ich will keine Schweizfüße kriegen. Die Katze nutzt die Pattsituation aus und maunzt bis zur völligen Erschöpfung weiter. Also, bis zu meiner. Am nächsten Morgen ist die Katze weg. Im Gegensatz zu meiner Müdigkeit. Aber als die Augen erst mal offen sind, offenbart sich vor mir ein Bergpanorama und ich weiß, woran sich die Designer von World of Warcraft orientiert haben. Gruyère sieht aus wie Stormwind und ich bin total hingerissen von diesen kuscheligen Nebelschwaden, die sich von der Bergspitze anschleichen und sich wie Watte um das Dörfchen legen. Die Wettereffekte bei World of Warcraft hätten das nicht besser hingekriegt. Nach dem Frühstück, das mich meinem Traumgewicht wieder um minus 2 Kilo näher bringt, geht es zum Paradies auf Erden: Dem Nestlè-Caillier Schokoladenmuseum. Nachdem meine Nase erst vor einigen Monaten gepimpt wurde, kann ich nun in Stereo riechen und finde den Eingang zum Paradies blind. Nicht nur, dass der Eintritt kostenlos war. Nein, man konnte sich auch noch kostenlos durch das Sortiment futtern. Wenn ich das gewusst hätte! Ich hätte nicht gefrühstückt! Aber dann hätte ich den Meringuen mit Créme Double widerstehen müssen (1.000 Kalorien pro Anblick). Und Kenner wissen, dass das ein Akt der menschlichen Unmöglichkeit ist. Aber selbst der Aufenthalt im Paradies ist endlich (Blasphemie?) und irgendwann muss auch der Sympatexter aus dem Urlaub zurück nach Deutschland. Leider liegt zwischen hier und dort nicht nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn, sondern auch eine Grenze... Aufgrund einer Verkettung unglücklicher Zufälle bin ich ein klitzekleines bisschen zu schnell auf die Grenze Schweiz-Deutschland zugerast, was dazu führte, dass ich vom Zoll rausgewunken wurde. "Haben Sie etwas zu verzollen?" "Nein." "Ausweise und aussteigen." "Äh... [mein Leben rast vor meinem inneren Auge vorbei] ok." Danach folgte eine gründliche Autodurchsuchung. Dutzende Autos sind währenddessen an uns vorbeigefahren und unschuldige Kinder haben mit dem Finger auf mich gezeigt und gefragt: "Was machen die da? Sind die böse?". Die Mütter und Väter haben geantwortet: "Ja, das sind böse Diebe, die den Staat bestehlen. Merk dir dieses Gesicht! Das machen nur böse Menschen!" und freuten sich diebisch darüber, dass sie mit ihren 30 Kisten Wein und 5 Käselaibern unbemerkt über die Grenze gekommen sind. Ich habe dem Zollbeamten die öffentliche Demütigung am Straßenrand heimgezahlt. Beim gewissenhaften Durchsuchen meines Rucksackes hat er voller Elan seine Hand in meine zwischen Philip K. Dick Büchern versteckte dreckige Unterwäsche gesteckt. HA! Nachdem er nichts verzollenswürdiges gefunden hatte, konnte ich meinen Weg schmollend fortsetzen und den Hund beim Hundesitter abholen. Dort wurde ich gleich mit den neuesten Geschichten versorgt, denn der Hundesitterin ihr Sohn seine Nochehefrau macht gerade bei Frauentausch mit. Ja, tatsächlich: Das Original bei RTL2. Freiwillig! Und da gibt es viel zu erzählen. Zum Beispiel, dass nur die Tauschmama die (manche nennen es) Aufwandsentschädung (ich nenne es Peinlichkeitspauschale) erhalten und nicht, wie zunächst angenommen, sämtliche Familienmitglieder, Schwager, Nachbarn und Cousins vierten Grades. Wenn sie das nämlich vorher gewusst hätten, ja dann hätten sie dies und das und blabla nicht getan und sowieso und überhaupt undundund. Sympatexter ergreift schnell die Flucht, bevor die Wortlawine zu einer Gefahr anschwellen kann und sprintet schnell in die Hanns-Martin-Schleyer-Halle zum James Blunt Konzert. Hach, James Blunt. Irgendwann hüpft er von der Bühne und läuft irgendwohin. Dort singt er drei Lieder. Alle verrenken sich die Hälse. Wenige sehen etwas. Alle hören zu oder gröhlen mit. Während Sympatexter sich noch fragt, wo James Blunt sich gerade herumtreibt, schiebt sich eine kleine Security-Menschentraube direkt durch die dichte Menschenmenge auf (er/sie/es?) mich zu. Zumindest lässt sich das aufgrund des in Sympatexters Richtung anschwellenden Rumgekreisches vermuten. Und dann passierte es. Ich konnte nichts dafür, aber ich bin James Blunt näher gekommen, als es selbst für Paare in manchen Situationen akzeptabel ist. Er hat mich fast überrannt! Falls ich irgendwelche Blessuren davongetragen haben sollte, sind sie im Freudentaumel untergegangen. Oh mein Gott, ich habe ihn berührt (lechzsabberkreisch). Beim Star-Anhimmeln mache ich jedem Teenager Konkurrenz. Ich schaue ihm nach, in meinen Ohren hallt noch "Goodbye my Lover", bis ich merke, dass es die Video-Wiedergabe der Digicams von Zillionen Frauen um mich herum ist. Jetzt weiß ich also, welchen glückseligen Moment er in "You're beautiful" besingt und schmachte ab sofort lebenslänglich. Morgen wird sicher auch ein spannender Tag.
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Donnerstag, Oktober 16, 2008
Vorpremiere
Die Stadt der Blinden: 6/10  Ich bin kein Kinogänger, der meint, dass Kinoadaptionen sich sklavisch an die Buchvorlage halten müssen. Verdichtung is King, wie schon bei Herr der Ringe. Denn die vielen Handlungsstränge und Gedankengänge der Protagonisten kann man ohnehin kaum widergeben. Auch bei "Die Stadt der Blinden" unterscheiden sich Buch und Film. Und zwar ganz wesentlich in einem Punkt: Der Film versteht es einfach nicht, einen mitzureißen. Er kratzt immer nur an der Oberfläche und lässt den Zuschauer (mich) total kalt. Das Buch konnte ich keine Minute weglegen, ohne mich wieder auf die nächsten Seiten zu freuen. Obwohl es wahrscheinlich die wenigsten Satzend-Punkte relativ zur Wortanzahl hat und deshalb manchmal recht ungewohnt zu lesen war. Besonders lustig war das in der U-Bahn, als ich kurz vor dem Aussteigen das Satzende immer noch nicht erreicht habe. Wenn ich der Regisseur gewesen wäre, hätte ich viele Dinge anders gemacht. Zum Beispiel hätte ich den ersten Blinden nicht mit einem Japaner besetzt und ihn in ein anderes Auto gesetzt. Eines, dem man nicht gleich die Marke ansieht. Während der erste Mensch also erblindet, springt mir ständig dieses Autologo ins Auge. Na gut, egal. Aber dann dieser Hund! Warum ist das ein halber Rassehund und nicht ein total hässlicher Straßenköter, wie es im Buch angedeutet wurde und wie ich ihn mir vorgestellt habe? Und dann streicht der Regisseur auch noch eine der wichtigsten Szenen. Und zwar den zweiten Ausflug in das Supermarktlager, eine Szene die das Leid der sehenden Protagonistin auf die Spitze treibt. Die anderen sind in einem Meer aus Weiß gefangen. Dadurch haben die Blinden auch keine Angst mehr vor dem Dunkeln. Sie sind befreit von der wohl ursprünglichsten Angst der Menschheit. Die sehende Heldin ist eine Hilfe für ihre Gruppe. Aber zugleich muss sie andere aus dieser Gruppe ausschließen was wahrscheinlich den Tod der Ausgeschlossenen bedeutet. Dadurch also dass sie ihre Gruppe beschützt, macht sie sich zugleich schuldig. Die Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet und das Leiden der Blinden aus dem Buch wird im Film kaum wiedergegeben. Höchstens die Vergewaltigungsszene in der Quarantäne hatte eine gewisse Intensität. Der Rest plätschert vor sich hin. Das Hungern sieht man den Protagonisten nicht an und besonders seltsam war der Schluss: Da wird ein Festgelage veranstaltet. Ohne Grund. War das nun künstlerische Freiheit des Regisseurs oder einfach nur sinnlos?
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Freitag, Oktober 10, 2008
Wort des Tages
FinanzmieseDie Steigerung einer Finanzkrise.
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Donnerstag, Oktober 09, 2008
Sneak
Eagle Eye: 6/10  Dieser Film ist ein einziger Kollateralschaden. Es hätte mich nicht gewundert, wenn das Pentagon und ganz Washington D.C. verwüstet worden wären. Denn der Anfang des Filmes ließ nicht anderes vermuten. Alles geht zu Bruch: Autos, Häuser, Menschen. Darüber hinaus ist Eagle Eye ein schamloses Mash-Up aus dem Supercomputer aus Space Odyssey (Hal) und dem Super-K, dem Neutrino Observatorium in Japan.  (Hal) +
 (Super-K)
=
 Also Hal und Super-K, dann noch ein bisschen Paranoia à la "1984" und eine Prise Skynet (the mother of all Terminators). Und tadaa: fertig ist Eagle Eye. Naja, fast. Denn dann gibt es da natürlich auch noch Shia LaBeouf. Ich mag Shia. Er ist der einzige Schauspieler, der schelmisch lächeln, sabbern und dessen Stirn glänzen kann und bei dem es authentisch und nicht absolut bescheuert wirkt. Und der wohl einzige Schauspieler, der mit 22 aussieht wie ein bärtiger Elfjähriger. Wie kann man ihn also nicht mögen? Ich muss zugeben, dass ich nach Indiana Jones IV kurz daran dachte, ihn für immer zu hassen. Aber er kann ja nichts dafür, dass mir der Film nicht gefallen hat. Und bei Transformers habe ich mich totgelacht. Kurz gesagt: Zwischen mir und Shia ist alles in Butter. Und auch diesen Film hat er gerettet. Zumindest ein bisschen. Denn noch immer weiß ich nicht so recht, was mir dieser Film eigentlich sagen will. Etwa dass es schlimm ist, dass wir unsere persönlichen Daten wie einen Schnupfen verbreiten? Oder dass Daten sammelnde und auswertende Computer böse sind? Soll ich aufhören, bei Amazon Bücher zu bestellen, zu bloggen, Emails zu schreiben, mit dem Handy zu telefonieren und Onlinebanking zu machen, weil diese Daten auf einer Meta-Ebene missbraucht werden könnten? Tja, hmm... das könnte natürlich stimmen. Also, bomben wir uns in die Steinzeit zurück! Denn in der Steinzeit war alles besser, da hatte zum Beispiel Phishing tatsächlich noch etwas mit Tieren zu tun. Aber natürlich könnten wir als Gesellschaft auch versuchen zu verhindern, dass unsere Daten in einem gefährlichen Ausmaß gesammelt und anschließend zusammengeführt oder sogar verkauft werden. Das ist im gegenwärtigen politischen Klima und angesichts der unerwünschten Werbeanrufe von morgens bis abends leider utopisch. Ein Computer mit Bewusstsein, der in Echtzeit Menschen verfolgen und umbringen kann zum Glück auch. Also lehnen wir uns zurück und genießen diese finstere Zukunftsvision des Jahres 2009. Der Film verschwendet keine Zeit und kommt relativ schnell zum Thema. Spätestens nach fünf Minuten denke ich mir: "Wie unrealistisch". Nach 10 Minuten denke ich mir: "Nein, jetzt wird es langsam unrealistisch". So geht das den ganzen Film bis am Ende der weiße Präsident (wie gesagt: 2009, wie unrealistisch!) überlebt. Und Shia natürlich auch. Bei Spielberg sterben schließlich keine Sympathieträger. Soweit ich weiß, ist Shia in einem Film noch nie gestorben. Dabei ist Sterben echt gut für die Karriere. Der Film macht Spaß, solange man keinen Realitätsabgleich macht. Denn dann wird der Film ganz schnell albern. Hirn aus, Spot an. Trailer vs. Film: Im Trailer heißt es "Sie stecken bis zum Hals in der Scheiße" - Im Film dagegen steckt Shia nur bis zu den Knien drin. Im Trailer steht an der Straßenecke laut dem Anrufer ein "Auto" - im Film wird der Porsche Cayenne genannt. Zudem ist die Stimme des Computers eine andere. Ich frage mich: Warum?
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Dienstag, Oktober 07, 2008
Wort des Tages
KonfairsationDas Gegenteil einer Fieskussion.
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Montag, Oktober 06, 2008
Wort des Tages
FieskussionStreitgespräch das mit unfairen Argumenten ausgetragen wird.
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Donnerstag, Oktober 02, 2008
Wort des Tages
Zehnmampf
Zehnmampf ist eine nicht olympische Mehrmampfsportart bei der in zwei Tagen zehn Einzelwettmämpfe ausgetragen werden. Die verschiedenen Disziplinen sind u.a. Magenweitung, 100-Meter-Lakritz-Sprint, Mozartkugelaufstoßen und Speiwurf.
Zehnmampf ist nicht zu verwechseln mit dem Mampfsport, der in der Regel ein Zweimampf ist (meistens ausgetragen zwischen Paaren vor dem Fernseher).
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