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Mittwoch, Juli 30, 2008

Doppelsneak

Non pensarci: 3/10
























Die Ankündigung von Mr. Sneak:

Film A: Ein geiler Film, ein Filmjuwel. Mr Sneak freut sich, dass er ihn zeigen kann.
Film B: Sowas bezeichnet man als "Grosses Kino"


Unter "Ein geiler Film, ein Filmjuwel. Mr Sneak freut sich, dass er ihn zeigen kann" verstehe ich etwas anderes. Non pensarci war langweilig - nur ganz selten gab es mal Glanzlichter, die aber sofort wieder im langsamen Gematsche der Story abgesoffen sind.
Ich bin langsamen Filmen gegenüber nicht generell abgeneigt, aber Langsamkeit ist kein Freibrief für Langeweile. Dieser Film hat Potential tonnenweise mit der Schubkarre aus dem Fenster gekippt. Mein Nebensitzer musste mehrmals meinen erschlaffenden Kopf mit seiner Schulter abfangen.



Der Mongole: 1/10
























Und als ich dachte, es könnte nach Non pensarci nicht schlimmer werden, kam Der Mongole.
Der Film fühlt sich an wie ein langweiliger TV-Nachmittag. Und man empfängt nur ARD. Und der Nachmittag geht einfach nicht zu Ende.

Montag Abend, zweite Sneak, Reihe zwei schnarcht. Dagegen kommen nicht mal mongolische Brunftlaute an.
Mit diesem Film hat sich Mr. Sneak mal wieder Auspeitschen mit Soße verdient. Nicht, weil der Film abartig langweilig war. Sondern weil er ihn als "großes Kino" angepriesen hat. Hätte er "episch" gesagt - okay, das hätte ich gelten lassen. Hat er aber nicht. Er hat "Grooooooßes Kino" gesagt. Mr. Sneak hat also mal wieder einen stinkenden Fisch zu Belugakaviar hochgelobt. Ganz dickes Foul! Das verstößt wohl so gegen jedes Gentlemen's Agreement, Code of Conduct und jede Menschenrechtskonvention.

Aber warum ist dieser Film so schrecklich?

1. Der Mongole ist viel zu lang. Sogar mein gutherziger Nebensitzer, der Filmen gerne mal einige Punkte zu viel gibt, meinte, dass diesem Film etwas Straffung gut getan hätte. "Etwas" würde ich persönlich mit mindestens "30 Minuten" übersetzen. Dann hätte der Film nur knapp etwas über 90 Minuten gedauert und man hätte es noch ertragen können. Ich hätte mich vielleicht sogar zu einer mittelprächtigen Punktzahl verleiten lassen. Vielleicht.

2. Die asiatische Erzählform ist für den Europäer eher schwer verdaulich. Ein Beispiel: Der junge Temudjin flieht, mit einem Pranger um den Hals der auch seine Hände fesselt. Er rennt und rennt und rettet sich zwischen Felsen vor dem Regen. Dort fängt er an zu beten. Dann kommt ein weißer Wolf. Schnitt. Temudjin ist befreit. Einfach so. Oder habe ich geblinzelt und die erklärende Szene verpasst?

3. Es passiert nichts, wirklich absolut nichts Spannendes in den gesamten 126 Minuten. Zwar erleidet Temudjin hier und dort potentiell ganz arg schlimme Verletzungen, schafft es aber trotzdem, jedesmal zu überleben und davonzukommen. Toll. Man weiß ja sowieso, dass dieser Knabe mal Dschingis Khan wird, was jede Spannung tötet. Bei Titanic wusste man zwar auch, dass der Kahn untergeht, aber der Film war trotzdem zigtrilliardenfach unterhaltsamer als dieses lustlos zusammengeflickte Curriculum Vitale vom ollen Khan.

So. Zum Abschluss: Don't believe the Hype: Trotz des Oscars für den besten ausländischen Film, für den Der Mongole nominiert ist, ist der Film wirklich grauenhaft. Bitte tut mir den Gefallen und stellt meine Rezensionen nicht in Frage. Ihr werdet es mit höchster Sicherheit bereuen. Aber hey, ich habe euch ja gewarnt.

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Wort des Tages

Schlucksal

Leidensweg eines Alkoholikers, Tablettensüchtigen, Fresssüchtigen oder einer sonstigen Person mit einer oral befriedigten Sucht.

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Montag, Juli 28, 2008

Wort des Tages

Lesensmittelgeschäft

Buchhandlung

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Freitag, Juli 25, 2008

Wort des Tages

Regelmüßigkeit

Beschreibt eine bestimmte Periodizität anstrengender, nerviger oder unangenehmer Dinge.

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Donnerstag, Juli 24, 2008

Wort des Tages

Berichtbestattung

Die unmittelbare Folge einer Kurzschlussredaktion.

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Mittwoch, Juli 23, 2008

Wort des Tages

Gähngend

Ein langweiliger Vorort, ausgestorbenes Dorf oder trostloser Landstrich. Nicht zu verwechseln mit der Beruhigegend (z.B. ein Wald). Gähngend ist das Gegenstück zur Aufregegend (z.B. Berlin).

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Dienstag, Juli 22, 2008

Wort des Tages

Kurzschlussredaktion

Spontane und vollkommen unüberlegte journalistische Handlung, die oft verheerende Folgen nach sich zieht.

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Freitag, Juli 18, 2008

Der, die, das

Die Nutella? Das Nutella?

Der Blog? Das Blog?

Aber doch ganz bestimmt die Cola. Oder?























Red Bull verleiht nicht nur Flügel, sondern auch neue Artikel.

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Donnerstag, Juli 17, 2008

Wort des Tages

Wüßte

Der Ort, an dem man sich befindet, wenn Intelligenz einsam macht.

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Kino

Get Smart: 7/10
























Ich habe mich am Anfang totgelacht. Feiner, guter Slapstick. Aber warum müssen so viele Filme gegen Ende abkacken? Gibt es da ein Naturgesetz? Sind Filme im Laufe der Evolution des Kinos vielleicht einfach zu lang geworden? Get Smart ist mit 111 Minuten mindestens 21 gefühlte Minuten zu lang. Ein guter Film ist knackig und nach 90 Minuten zu Ende. Die einzige Ausnahme sei Herr der Ringe gestattet.

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Dienstag, Juli 15, 2008

Sneak

Underdogs: 4/10

























Wer den Sympatexter kennt, weiß, wie sehr ich Hunde liebe. Hunde sind wohl das Beste und Schönste, das uns Menschen neben Liebe, Essen und Baggerseen im Leben passieren kann. Jeder Mensch sollte einen Hund haben und einfach nur glücklich sein und mit ihm fröhlich über Wiesen hüpfen, durch Wälder streifen und ihm danach liebevoll die Zecken aus dem Fell zupfen.

Ich als regelmäßige Großhundbesitzerin kann einen Film voll mit Kirahunden oder gar Welpen also gar nicht schlecht finden.

Aber.

Leider werden in diesem Film Klischees wie Perlen auf einer wahnsinnig langen Kette fein säuberlich aneinandergereiht und man kommt aus dem Vorhersagen und dem Richtigliegen gar nicht mehr raus. Weil trotz rotziger Knastatmosphäre der Inhalt eben doch geradlinig und flach ist, kann man sich beim Schlittern durch diesen Film an nichts festhalten: Kein Tiefgang, keine Ecken und Kanten, keine Überraschung. Dafür ganz großes Gähn gegen Ende mit einem irgendwie doch ganz putzigen Nachgeschmack.

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Wort des Tages

Müdefrei

Dem Arbeitnehmer sein hitzefrei.

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Montag, Juli 14, 2008

Vom Essen

Ich gelte in meinem Freundeskreis als verfressen. Das ist interessant, denn ich sehe das gar nicht so. Und ich sehe auch gar nicht so aus. Ich vermute schon seit Jahren, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Aber erst jetzt habe ich dafür eine Erklärung.

Kochen und Essen sind in meiner Familie soziale Rituale. Bei Familienfesten fallen meine Verwandten bei anderen ein und tun das, was sie am besten können: Essen und dabei viel Spaß haben. Dabei tischt der Gastgeber nicht, wie ein Deutschland oft üblich, nur Kaffee und Kuchen auf. Sondern noch ein halbes Schwein und einen Großküchentopf Gulaschsuppe. Das Umrühren dieser Suppen führt bei den Frauen in unserer Familie über alle Generationen hinweg zu kräftigen Oberarmen.
Das Essen dient in erster Linie nicht der Nahrungsaufnahme, sondern dem Genuss und dem Zusammenschweißen der Familie. Essen ist das, was meine riesige Familie zusammenhält. Neue Freunde und Lebensgefährten von Verwandten lernt man immer beim Essen kennen. Oder besser: Sie lernen uns kennen.
Neulinge sind oft sehr überrascht, welchen Stellenwert das Essen in meiner Familie hat. Und beim Essen zeigen sie ihr wahres Gesicht: Wer nichts isst, ist seltsam. Wer wenig isst, wird verdächtigt, das Essen meiner Familie nicht zu mögen. Und wer das Essen meiner Familie nicht mag, wird wenig Freude mit meinen Verwandten haben. Aber wir sind gnädig und gewähren den Neulingen eine Eingewöhnungszeit. Aber spätestens, wenn sie über den Meerrettich meiner Mutter stolpern, ist der Tag der Entscheidung. Wer den nicht mag, ist mit meiner Familie nicht kompatibel. Bisher kam das genau null mal vor (es wurde meist schon vorher ausgesiebt. Das Pörkölt meiner Mutter ist sehr scharf. Mein Bruder hatte mal eine Freundin, die war Vegetarierin. Sie ist es immer noch. Aber nicht mehr die Freundin meines Bruders).

Es ist eine Beleidigung des Kochs, wenn man nichts isst. Dieser Tatsache muss vor allem an Feiertagen Rechnung getragen werden. Bei uns werden sogar Namenstage gefeiert. Und da verschiedene Kalender zu mehreren Namenstagen pro Name und Jahr führen, vervielfältigen sich die Essgelegenheiten dramatisch.
An wichtigen Feiertagen besucht man meistens mehrere dieser Essgelegenheiten (also Familienmitglieder) täglich und der Magen hat ja nur eine begrenzte Ausdehnung. Also muss man alles genau planen und ein Timing aufsetzen. Sympatexter weiß, dass es bei Tante X das beste Madártej gibt, bei Tante Z die besten gefüllten Eier, während mein Cousin Y der beste Grillmeister nördlich und südlich des Äquators ist. Da darf man bei einer Essgelegenheit nicht zuviel essen, sonst sind die nächsten Verwandten beleidigt.
Oft heißt es Jahre später nicht "weißt du noch, an Weihnachten 1998, da habe ich ein Fahrrad geschenkt bekommen. Das war echt toll!", sondern "weißt du noch, an Weihnachten 1998, da hat Tante Z ein wahnsinnig tolles Spanferkel aufgetischt. Und das Lángos war so schön kross. Und diese Knoblauchsoße! Ach, seufz.".

Das gemeinsame Kochen und Essen mit meinen Eltern ist eine meiner ersten Kindheitserinnerungen. Ich durfte "mithelfen" und irgendwas vermantschen, während meine Eltern geredet, gelacht, geschnippelt, gekocht haben. Die Düfte sind zu mir rübergeweht und zwischendurch wurde mir ein warmer Löffel an den Mund gehalten und ich durfte probieren. Habe ich ein Pfuibähgesicht aufgesetzt, musste ich es nicht essen. Erst, wenn es mir geschmeckt hat, wurde mir eine richtige Portion aufgetischt. Ich erinnere mich noch an gerupfte Hühner und gehäutete Kaninchen die kopfüber im Vorratsraum hingen und an Hühnerfüße in Suppen mit denen ich lustige Fettmuster auf Tischdecken gemalt habe, bis mein Vater mir diese Teile aus den Händen nahm und sie genussvoll zerkaute. Schon damals dachte ich mir: Igitt. Und ich habe mich von der Vorstellung verabschiedet, dass Geschmack absolut sei - eine erschreckende Einsicht für ein Kind.

In diesen jungen Jahren wurde mein Geschmack auf diesen würzigen, deftigen, leckeren Geschmack geeicht, der in Osteuropa so üblich ist. Heute fühle ich mich in diese kleine Küche von damals zurückversetzt, wenn ich die gefüllten Paprika meiner Eltern esse. Das ist ein wundervoller Effekt, der sich nicht abträgt. Küche und Wohnzimmer waren die wichtigsten Zimmer der Wohnung, dort fand das Essen, also das Leben statt. Schlafzimmer waren langweilig. Dort wurde nur geschlafen. Alleine, im Dunkeln, gruselig.
Essen bedeutete Action. Am Tisch waren wir alle gleich: Kindern wurde zugehört, man redete über alles, am besten gleichzeitig. Am Tisch zählte ein "es schmeckt mir" eines Kindes sogar ein bisschen mehr, als das eines Erwachsenen. Denn Erwachsene könnten ja lügen. Und warum sollten Kinder bei so etwas wie Geschmack lügen? Es könnte ihnen schließlich nochmal aufgetischt werden. Bei solchen existenziellen Bedrohungen ist Höflichkeit fehl am Platz.

Wenn mir also jemand die Tür öffnet und ich zielsicher den Kühlschrank aufsuche und durchforste, wenn ich mich zu einem Grillspektakel bei Freunden selbst einlade, wenn ich bei meinen Eltern noch vor einem "Hallo" ein "éhes vagyok" (ich bin hungrig) verkünde, dann heißt das nicht, dass ich mich kostenlos durchfuttern will. Es bedeutet nicht, dass ich taktlos oder egoistisch bin. Meistens bedeutet es noch nicht mal, dass ich hungrig bin.
Ganz im Gegenteil: Ich sage damit, dass diese Personen zu meinem sozialen Gefüge dazugehören und ich diese Bindung stärken will. Dass ich mit ihnen eine schöne Zeit haben will. Für mich bedeutet Essen zugleich Lachen, Spaß haben, Genuss, Geselligkeit, Dazugehörigkeit. All diese Dinge möchte ich dann teilen, weil sie (und diese Menschen) mir wichtig sind.

Wenn das jemand falsch versteht, nur den Akt des Essens sieht und mich für verfressen hält, ist das wie ein Stich ins Herz in den Magen.

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Freitag, Juli 11, 2008

Sympatexter + Königstraße + Platzregen = Shoppingrausch

Immerhin hat der Regen gewartet, bis ich auf dem Rasen am Schlossplatz meinen Salat gegessen habe.
Und dann nahm das Unheil seinen Lauf. Der zarte, aufkeimende Regen wurde schnell etwas forsch und trieb mich in einen Laden, in dem ich vor lauter Sonderangebot und Langeweile ein Oberteil kaufte. Dann hat mich der Regen mit Passivität wieder aus dem Laden gelockt. Aber der Regen hat nur angetäuscht. Ich ging raus und sofort plätscherte es weiter. Bei der zweiten Station musste ich mich im Gummibärchenparadies vor aufdringlichem, mittelschweren Regen in Sicherheit bringen. Nachdem ich mich mit Sauren Gurken bewaffnet habe, hat mich der Regen wieder verarscht und mich nach 10 Sekunden Ruhe per Platzregen in ein Schuhgeschäft getrieben. In ein Schuhgeschäft. Zum Zara hat es leider nicht mehr gereicht, dort war ich schon gestern und kam mit nichts heraus. Aber ein Schuhgeschäft? Wie soll ich denn da ohne ein Paar neuer Schuhe rausgehen? Ich darf doch das kosmische Gleichgewicht nicht stören! Ich muss in einem Schuhgeschäft einfach ein Paar Schuhe kaufen. Sonst entsteht in meinem Gehirn ein schwarzes Loch, das die Milchstraße auffrisst.

Liebe Sympatextersympathisanten: Hört bitte auf, euch über meinen Schuhberg lustig zu machen. Ich versuche doch bloß, die Galaxie zu retten.

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Wort des Tages

Schweißegal

Pragmatische Einstellung in den heißesten Monaten des Jahres.

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Donnerstag, Juli 10, 2008

Wort des Tages

Realitöt

Die grausame Wirklichkeit. Beispielsweise anzutreffen, wenn Twitter alles jenseits der letzten 200 Updates löscht/deaktiviert/ausblendet.

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Dienstag, Juli 08, 2008

Wort des Tages

Pflegefeuer

Vorhölle auf Erden. Nachdem der Vatikan die Vorhölle abgeschafft hat, hat die Branche der Altenbetreuung diese Marktlücke entdeckt. Das Pflegefeuer ist auch für getaufte Atheisten zugänglich.

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The Incredible Hulk: 7/10

























Das erste Drittel war phantastisch. Das mittlere Drittel war ok. Das letzte Drittel war eine CGI-Schlacht, die mich irgendwann nur noch angeödet hat. Was bei Transformers echt lustig war, übertreibt Hulk viel zu sehr.

Alles in allem ganz knapp doch noch ein recht guter Film. Wäre auch eine Schande gewesen, wenn nicht. Bei so guten Schauspielern.
Aber wenn er auch nur drei Minuten länger gewesen wäre, wäre der Film massiv abgestürzt. Dabei fing er doch so gut an. Die Szenen am Anfang in den Favelas waren spannend und visuell wahnsinnig beeindruckend. Leider verliert der Film, sobald Bruce Banner zu Hulk wird. Ja, ich weiß, der Film heißt Hulk. Aber hey, egal.

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Montag, Juli 07, 2008

Kino

Kung Fu Panda: 9/10

























Eigentlich ist der Sympatexter easily entertained. Ich bin ein recht anspruchsloser Kinogänger. Das einzige, das im Kino niemalsnicht vorkommen darf, ist Langeweile.

Daher ist es ein überaus bösartiges Gerücht, ich würde Filme generell verreißen, denn wenn ich mich gut unterhalten fühle, sitzen bei mir die Hochpunkte (8 bis 10) viel lockerer als bei so manchem anderen. Ich bin nur bei schlechten Filmen etwas gnadenloser.

Lange Rede, kurzer Sinn: Kung Fu Panda rockt!

Ich habe mich totgelacht. Zunächst war ich skeptisch, nachdem der Film mittelmäßige Kritiken aus meinem Freundeskreis erhalten hat. Also gehe ich zum ersten Mal in meinem Leben ins Corso am Arsch der Welt (auch als Stuttgarter Vorort Vaihingen bekannt) und schaue mir den Film auf Englisch an. Und tadaaaa! Der Film ist phantastisch! Die Animation, die Witze, die Stimmen - alles in perfektem Einklang. Ja, so muss ein Film sein. Naja, vielleicht ein bisschen kürzer. Aber ansonsten p-e-r-f-e-k-t.

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Wort des Tages

Maochist

Chinese, der Lust an Schmerzen empfindet, die durch ein Schreckensregime verursacht werden. Im Gegensatz zum häufig vorkommenden Peinschmecker ist die Untergruppe der Maochisten extrem selten anzutreffen.

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Freitag, Juli 04, 2008

Kontext

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Wort des Tages

Peinschmecker

Masochist

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Wort des Tages

Geldhautomat

Domina

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Mittwoch, Juli 02, 2008

Preview

Happy-Go-Lucky: 4/10























Also. Ich weiß, ich stehe ziemlich alleine da mit meiner Meinung. Denn ich finde diesen Film furchtbar. Nervig. Furchtbar nervig.

Die ständig gackernde Protagonistin wird Poppy genannt, ist Grundschullehrerin und fügt sich dank ihres kindischen Verhaltens perfekt in ihren Job ein. Zwischen ihren Schülern fällt sie nur wegen ihrer Größe und ihres Alters auf.

Mich stört das ständige Geklimpere ihrer Armreifen, dass im ganzen Film nichts passiert und ja, ihre penetrant gute Laune.

Sie ist wahnsinnig glücklich und möchte jeden, der den Fehler begeht, ihren Weg zu kreuzen, daran teilhaben lassen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste, denn das (genauer: ihr) Leben ist lustig, bunt und die Welt ist gut. Wer braucht da schon eine Altersvorsorge? Autofahren ist ein riesiger Spaß und Sicherheit ist unlustig. Wer braucht dabei schon Rückspiegel oder flache Schuhe? Sie sieht doch in ihren Stiefeln viel schicker aus, auch wenn das beim Autofahren die Lebenserwartung dramatisch senkt. Da soll sich der Fahrlehrer doch nicht so anstellen. Was regt der sich eigentlich immer so auf? Dazu sage ich nur: ARGH!

Poppy entdeckt das Prinzip der Ernsthaftigkeit erst, wenn ihr eine emotionale Katastrophe begegnet, die sie vielleicht sogar selbst angerichtet hat. Sie ist infantil, hyperaktiv, taktlos, nervig, aufdringlich, naiv und ... glücklich. Ich frage mich: Kann das sein? Ist sie vielleicht geistig zurückgeblieben? Das ist wie bei richtig dicken Menschen, die behaupten, sich in ihrer Haut wohl zu fühlen. Ich halte das für eine fette Lüge.

Der Film hat bei mir vollkommen verloren, als sich der gutaussehende Sozialarbeiter Tim in Poppy verliebt. Äh, hallo? So eine dauerquakende Nervensäge würde ich keine 3 Sekunden dulden. Und er schläft mit ihr? Reality, anyone?

Gegen Ende nervt der Film dann so richtig und fühlt sich an wie Zahnschmerzen. Poppy gluckst, quakt und quiekt bis meine Stirnvene pocht. Die einzigen Lichtblicke zum Zwischendurchnichtverzweifeln: Die Flamencolehrerin und der Fahrlehrer. Die sind wirklich lustig. Irgendwann ist der Film gnädigerweise zu Ende und ich kann das Kino endlich fluchtartig verlassen.

Es wundert mich nicht, dass der Film auf der Berlinale so gut ankam. Inmitten von auf Zelluloid gebannten Depressionen, Folterungen und Frustrationen sticht Happy-Go-Lucky ja schon etwas heraus. Aber wenn dieser Film die Berlinale gerettet haben soll, dann war das ein extrem schlechtes Jahr.

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Wort des Tages

Appleleptiker

Person, die bei Vermeldung neuer Apple-Produkte in unkontrollierten, oft extatischen Zuckungen zusammenbricht. Besonders häufig anzutreffen, wenn Neuerungen von Steve Jobs auf Keynotes persönlich verkündet werden.

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Sympatexter entdeckt die Gefahren der Onlinewelt

Toll, dass ich gerade am Monatsanfang befürchte, mir einen Keylogger eingefangen zu haben. So kann ich mir Onlinebanking schenken (aber nicht sparen).

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Dienstag, Juli 01, 2008

Ich bin ein guter Mensch

Ich kaufe eine Billigbuttermilch und einen Billigjoghurt im Lidl. Kostet 63 cent. Ich gebe der Kassiererin einen Euro. Sie gibt mir 9,37 ? zurück. Ich bin ein kompletter Vollidiot und sage: "Ich will mich wirklich nicht beschweren, aber Sie haben mir zuviel rausgegeben".
Dabei hätte ich das Geld gut gebrauchen können. Zum Beispiel, um die Praxisgebühr beim HNO-Arzt für das neue Quartal zu bezahlen und damit den Kreislauf der Abzocke vom Lidl zum Arzt weiterzutragen. Aber wer vierstelliges Geld verdient, muss ja keine Kassiererin beim Lidl um 9 Euro betrügen. Ach.
Leider wartete um die Ecke kein Kamerateam vom Frühstücksfernsehen oder Mittagsmagazin auf mich, um mir zu sagen, was für ein ehrlicher, toller und vorbildlicher Mensch ich sei. Aber wer im Ghetto Heumaden über der Straße aufgewachsen ist, kennt immer jemanden, der in einem Sweatshop als Kassierer gearbeitet und Ärger bekommen hat, weil die Kasse nicht stimmte. Oder wegen einer Mark und 17 Pfennig zuwenig bei der Abrechnung gekündigt wurde. Und deshalb würde ich es jederzeit wieder machen und zuviel Wechselgeld zurückgeben. Weil zu viel Wechselgeld behalten irgendwie nicht ok ist und schlechtes Karma macht.

Ich Volldepp.

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Worterfindung des Tages

Welthörschaft

Eine Person mit dem Verlangen, dass ihr jeder ständig zuhört, will die Welthörschaft an sich reißen.

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Tagebuch einer Septumplastik und submuskösen Muschelreduktionsplastik

Tag x-100
Der HNO Doc schaut in meine Nase und fragt fassungslos, wie ich bisher Luft bekommen habe. Ich: "Äh, durch den Mund?".

So nimmt das Unheil seinen Lauf.

Tag x-98
Die Ärztin im Krankenhaus wirft einen Blick in meine Nase und findet das, was sie sieht, so interessant, dass sie gleich den Chefarzt ruft. Der schaut in die Unterlagen und fragtsagt mit bestimmtem Unterton: "Sie hatten schon mal eine Operation an der Nase?".
Das Fragezeichen war nur ein Alibi, denn eigentlich war er der Überzeugung, ich hätte mal eine misslungene Schönheitsoperation gehabt. Er hatte keine andere Erklärung dafür, warum ich alle Faktoren aufweise, die eine Nasenatmung behindern können.

Juhu, der Jackpot! I'm so special.

Übrigens: Nein. Ich wurde noch nie an der Nase operiert. Aber ich habe mal Fußball gespielt. Und bin ein paar mal von der Reckstange und vom Schwebebalken geflogen. Und von Geländern, Fahrrädern, Abenteuerspielplatzhäuschen und -kletterstangen, Trampolinen, Schultern, Tischen, Zäunen, Bäumen, Fensterbrettern, Treppen und Garagendächern. Vielleicht habe ich mir da mal die Nase angeknackst.

Tag x-1
Der Tag der Voruntersuchung und der stationären Anmeldung - oder: Der Tag an dem Sympatexter im Krankenhaus verscholl.

Menschen, die den Zeichentrickfilm "Asterix erobert Rom" kennen, können sich vorstellen, was für einen Dauerlauf ich absolvieren durfte. In diesem Film stellt Cäsar Asterix unter anderem die Aufgabe, den Passierschein A38 aus der Präfektur zu holen - aus einem Gebäude, das auch bekannt ist als Haus, das Verrückte macht. Das Marienhospital hat eine ähnliche Wirkung auf mich.

Tag x

Ich soll um 8 Uhr da sein und erfahre, dass ich am Nachmittag operiert werde. Genug Zeit, um mit einem iranischen Krankenpfleger über "Der Gotteswahn" zu diskutieren.

Durst. Hunger. Operation. Aufwachen. Durst. Hunger.

Die Tamponaden in der Nase führen zu einem sabbrigen Völlegefühl in der Nase und ständig knackt es in den Ohren, da kein Druckausgleich möglich ist. Naja, es gibt Schlimmeres. Schmerzen, zum Beispiel. Die habe ich nicht.
Essen ist möglich, aber Sympatexter kriegt den Mund kaum auf. Tolle Unterstützung meines Gewichtsreduktionsvorhabens. Meine Eltern kommen vorbei und machen Bilder von mir. Ästhetischer Wertzuwachs für das Familienalbum.
Ich kann den Grießbrei mit Zimt und Zucker schmecken. Ein Wunder!

Tag x+1
Tamponaden kommen raus. Total harm- und schmerzlos. Fühlt sich an wie Naseputzen. Die Plastikfolien, die meine Nasenscheidewand im Klammergriff halten, bleiben noch für eine Woche drin. Danke an alle, die mir Horrorgeschichten vom Ziehen der Tamponaden erzählt und damit zum langjährigen Aufschieben meiner Operation beigetragen haben.

Tag x+2
Ich kann riechen! Überschwängliche Freude, wurde doch das Funktionieren des Riechkolbens erst für in zwei Wochen prognostiziert. Die Freude rennt aber gegen eine Wand und bricht sich die Nase, denn das erste, was ich rieche, sind Raucher. Ich wünschte, ich könnte sie nicht riechen, weil ich sie nicht riechen kann.
Bekomme eine Demonstration der unfassbaren Dummheit einer Fraktion der Menschheit: Patienten mit Riesenpflastern und einigen Kilometern Mullbinden im Gesicht und am Hals stehen vor dem Krankenhaus und rauchen. Ich würde denen gerne sagen, wie dumm sie sind. Aber wenn mir einer auf die Nase haut, muss ich ihn töten. Das wäre doof. Wobei... direkt vor einem Krankenhaus...
Der Doc schaut zwei Sekunden in meine Nase und erklärt seine Arbeit offiziell für gelungen. Daraufhin wird Sympatexter mit einem Berg Taschentücher und Nasenpflegesachen aus dem Krankenhaus entlassen.

Tag x+3
Der HNO Doc fischt komisches Zeug aus meiner Nase raus (heißt Borke und sieht aus wie Kaulquappenmus). Das finde ich lustig. Weniger lustig finde ich, dass mir plötzlich das Blut aus der Nase schießt. Als Trost kriege ich eine schicke Metallnierenschale (nicht so ein hässliches Recycle-Papp-Ding wie im Krankenhaus) als Auffangbecken und eine neckische Eiskrawatte. Beim Bluten lerne ich eine interessante Dame kennen, die mir von ihrer Reise in den Nahen Osten erzählt. Dafür hat sich das Blutbad schon gelohnt.

Tag x+4
Grillparty im Garten meiner Eltern. Ich bin von Dutzenden Ärzten umgeben. Ich fühle mich sicher.

Tag x+5
Ich kann den Aussaugtermin beim HNO Doc kaum erwarten und erwäge, mir mal den Staubsauger an die Nase zu halten.

Tag x+6
Der HNO Doc saugt alles raus, was keine Miete zahlt. Aus der Nase und, wo wir schon dabei sind, aus den Ohren. Am gleichen Tag vermeldet Wii Fit dramatischen Gewichtsverlust.

Tag x+7
Müdigkeit ist weiterhin das beherrschende Thema. Ich verabreiche mir als Gegenmittel eine Überdosis MTV.

Tag x+8
Der Tag des Fadenziehens.
Ich warte zwei Stunden im Krankenhaus und habe den Verdacht, vergessen worden zu sein. Verdacht bestätigt sich bei zaghaftem Nachfragen. Ich nutze meine Aggression produktiv, setze einen manisch-freundlichen Gesichtsausdruck auf und bitte eine grünbekittelte Dame in einem Tonfall, den ich aus vielen Mafia-Filmen gelernt habe, um das Ziehen meiner Fäden. Sie scheint den Tonfall zu kennen und bittet mich sofort auf den Stuhl, der aussieht wie die Requisite eines Star-Trek Films aus den Siebzigern. Mit Warp 9 werden die Fäden gezogen, die meine Nasenschadenwand zwischen den Folien wie in einem Korsett einschnüren. Fühlt sich an wie SchnipSchnapNaseAb, nur weniger schmerzhaft. Die Nase nimmt wieder Originalform an.
Ich hätte nicht fragen sollen, habe es aber trotzdem getan: Jetzt, wo ich weiß, wie die Operation durchgeführt wurde, wird mein Heilungsprozess durch spontanen Ekelanfall verlangsamt. Mein Versuch, ein entsprechendes Video bei YouTube zu finden, war nicht erfolgreich. Jetzt muss ich mir die Operation vorstellen. Das ist noch viel schlimmer.

Tag x+9
Die Müdigkeit der letzten Tage weicht einem energischen Tatendrang, der nach dem nächsten Mittagsschlaf verflogen ist.

Tag x+10
Habe die Nasensalbe verlegt. Ziehe mir jetzt ständig Tetesept Meerwasser Spray vom DM rein.

Tag x+11
Erkunde mit Wattestäbchen das Innere meiner Nase und fische Kaulquappenmus heraus.

Tag x+12
Überlege mir, ins Freibad zu gehen. Gehe dann aber doch nicht. Die Vernunft siegt. Deutschland im EM-Finale leider nicht.

Tag x+13
Versuche, beim Job wachzubleiben. Habe mich doch in den letzten Tagen an mein Mittagsschläfchen gewöhnt. Kriege im Dämmerzustand gegen 17 Uhr einen potentiell tollen Einfall. Sollte öfter dämmern.

Tag x+14
HNO Doc kommt wieder mit dem Naseaussauggerät. Und wieder frage ich mich, wohin dieses >15 Zentimeter Metallrohr in meiner Nase verschwindet und ob das nicht irgendwo hinten in meinem Nacken rausbrechen müsste. Während ich mir denke, dass ich mir wieder die Alien-Reihe anschauen sollte, erklärt mir der HNO Doc, dass alles super aussieht und die Nachsorge abgeschlossen sei.

Ich kann nasenatmen. Mission accomplished.

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