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Montag, Juni 30, 2008

Worterfindung des Tages

Kammpliziert

Adjektiv für eine Haarpracht, die schwierig zu frisieren ist.

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Mittwoch, Juni 25, 2008

Worterfindung des Tages

Gagantomanie

Dümmsterwahn

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Dienstag, Juni 24, 2008

Verräter!

Auf der Webseite des Unternehmens fand der Forumsteilnehmer mit dem Pseudonym "Eighthours" auch folgenden Satz: "Als mehrsprachige Experten beschäftigen wir ein Team von muttersprachlichen 'Guerillas', um Foren und Message Boards in ausgewählten Gebieten zu infiltrieren".

"Virales Marketing" nennt man solche Methoden.


Virusmarketing und ich waren ein halbes Jahr lang ein tolles, unschlagbares Team. Es schien, als ob nichts uns trennen konnte. Die eine kannte die Geheimnisse der anderen. Ich wusste, dass sie eine untreue, unberechenbare und anstrengende Geliebte sein konnte aber manchmal auch die kühnsten und optimistischsten Hoffnungen übertraf. Virusmarkting wusste, dass ich akribisch, besitzergreifend und sarkastisch war und nie so recht wusste, ob Virus nun männlich oder weiblich war. Das hat uns nicht davon abgehalten, uns Hals über Kopf in eine intensive Hassliebe zu stürzen.

Trotz aller unserer Differenzen wusste ich aber stets ihre Vorzüge zu schätzen: Virusmarketing war lustig und brachte mich zum Lachen. Das war auch der Grund für ihr sprunghaftes, untreues Gemüt. Sie wollte einfach alle zum Lachen bringen. Ich war nicht eifersüchtig.
Aber das Wichtigste: Virusmarketing war immer offen und oft ehrlich. Und wenn nicht, war das auch nicht schlimm, denn Virusmarketing wollte nur spielen und unterhalten. Gelogen hat Virusmarketing eigentlich nie. Das tat nur der hässliche, kleine, picklige Stiefbruder des Virusmarketings, mit dem keiner spielen wollte.

Im Gegensatz zum Virusmarketing war der Stiefbruder fett und faul. Ihm fehlte der Esprit des Virusmarketings, ihr sprunghaftes Gemüt und ihre Fähigkeit, die anderen von sich zu begeistern und von ihr zu schwärmen. Er lügt, betrügt und infiltriert und treibt sich den ganzen Tag in dunklen Ecken von Foren herum. Er heißt Bullshitmarketing und kam nur durch eine unglückselige Hochzeit zwischen Verzweiflung und Dummheit in die Familie des Marketings. So wartet jetzt jeder in der Familie darauf, dass Bullshitmarketing irgendwann an Herzverfettung stirbt.

Virusmarketing war traurig, dass jetzt, wo nun Bullshitmarketing zur Familie gehörte, er auf ihr Image abfärbte. Es kam sogar so weit, dass sie verwechselt wurden - eine Tragödie für das lebenslustige Virusmarketing. Ich konnte Virusmarketing nicht ewig trösten. Denn leider war unsere gemeinsame Zeit begrenzt, das wussten wir schon am Anfang. Aber an unserem letzten gemeinsamen Tag schwor ich, dass ich überall wo Bullshitmarketing drohte, ihr Image zu besudeln, ich mit dem Finger auf den pickligen, hässlichen Stiefbruder zeigen würde. Und ich wüsste, ich würde aus voller Kehle "Verräter!" brüllen. VERRÄTER!

Dann gab ich meine Diplomarbeit über Virusmarketing ab und verkuppelte meine Geliebte, mit der ich sechs Monate lang Tag und Nacht verbrachte, mit meinem Professor. Dafür bekam ich eine Eins. Da wusste ich: Virusmarketing kann mit Belohnungen locken und ihre Versprechen einhalten.
Geliebtes Virusmarketing, ich werde unsere gemeinsame Zeit in dankbarer Erinnerung behalten. Und für deinen stinkenden Stiefbruder habe ich nur Verachtung übrig.

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Montag, Juni 23, 2008

Wort des Tages

Selber Sex

Noch sicherer als Safer Sex.

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Sonntag, Juni 22, 2008

Sympatexters Logenplatz beim Stuttgarter Halbmarathon

Die Stadt warnt mit giftig gelben Zetteln davor, meinen Wagen abzuschleppen, weil ich zufällig auf der Halbmarathonstrecke parke. Das finde ich prinzipiell ja ganz nett, dass die Stadt mich rechtzeitig warnt, aber leider verläuft der Streckenabschnitt zufällig genau in der Straße, die die einzige Parkmöglichkeit im Umkreis von gefühlten 3 Kilometern für Anwohnerparkausweisnichtbesitzer wie mich darstellt. Das finde ich weniger nett.
Aber diese Probleme sind Peanuts im Vergleich zu dem, was ich hätte durchmachen müssen, wenn ich meinen gepimpten Gesichtserker hätte zufällig eine Woche später auskurieren dürfen. Dann hätte ich mich nämlich durch meinen Eigenen-Rekord-Brech-Willen dazu nötigen lassen, beim Halbmarathon mitzulaufen. Ich bin froh, dass die freundlichen Ärzte den OP-Termin zufällig auf letzten Dienstag gelegt haben. So komme ich nicht in die Verlegenheit, mir bei 31 Grad Celsius das Shirt von den Sanitätern zerfetzen und mein Herz mit einem Defibrilator zum Weiterschlagen motivieren zu lassen. Schon um kurz vor 9 Uhr war es so warm draußen, dass mein kurzer Spaziergang mit heftigem Schwitzen belohnt wurde.
Jetzt kann ich entspannt aus der Haustür gehen, 10 Meter zu Fuß zurücklegen, den Läufern zuschauen und wenn es mir zu heiß wird, mich wieder langsam in meine kühle Wohnung zurückschleppen. Oder ich schaue nur kurz aus dem Fenster und nippe an meinem gekühlten Mineralwasser.
Zyniker würden jetzt Wetten abschließen, wie viele ambitionierte Hobbyläufer es diesmal erwischt. Die Sanitäter werden heute alle Hände voll zu tun haben.

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Freitag, Juni 20, 2008

Worterfindung des Tages

Kammödie

Eine lustige Frisur.

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Donnerstag, Juni 19, 2008

Doppelsneak

Charlie Bartlett: 9/10























Robert Downey jr. bringt Erfahrungen aus seinem Alltag ein und macht das, was er am besten kann: Einen Alkoholiker spielen. Der Rest des Films ist auch super.



All the boys love Mandy Lane: 7/10























Na, das nenne ich mal Plottwist.

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Donnerstag, Juni 12, 2008

Kino

The Happening: 6/10
























May contain spoilers. But doesn't really matter.

Ich habe regelmäßig Die-Menschheit-stirbt-aus-Träume - nicht zu verwechseln mit Zombieträumen (ja, das muss man unterscheiden). Mal fallen gefräßige Nanopartikel aus dem Weltall über die Erde her, ein anderes Mal löst sich die Atmosphäre auf.
Vor einiger Zeit habe ich geträumt, dass irgendwas die Menschen total apathisch macht und sie sich reihenweise umbringen. Einfach so. Einige der Menschen werden nicht apathisch, sondern zu komplett verwirrten Massenmördern, die den apathischen Teil einfach abschlachten. Der kleine, überlebende Rest rätselt, woran das liegen könnte und flüchtet sich in Bunker. Desweiteren kam ein Radio vor - es ist immer gut, ein Radio dabei zu haben, wenn die Welt untergeht. In Bunkern passieren erwartungsgemäß böse Sachen, vor allem, wenn man mit seinem Radio hört, dass in anderen Bunkern auch böse Sachen geschehen. Daraufhin bringt sich der letzte Mensch um (nur ein Mann kann so doof sein), weil er es nicht erträgt, allein zu sein. Nur um dann festzustellen, dass er nicht alleine gewesen wäre und draußen eine einsame Frau nach Überlebenden sucht (schon doof, wenn man sterbend feststellt, dass jemand an die Tür klopft).
Schuld an der ganzen Misere war... das Wasser! Das hat die Menschen vergiftet weil Krebsgeschwür der Erde und so. Bei dem Teil meines Traumes habe ich nicht ganz aufgepasst.

Lange Rede, kurzer Sinn: M. Night Shyamalan hat meine Idee geklaut, die Massenmörder gestrichen, aus dem bösen Wasser böse Pflanzen gemacht, das seltsame Treiben zeitlich und örtlich begrenzt, die Menschheit überleben lassen und aus der Frucht des Potentials einen Softiesaft gepresst. Das Ende hätte auch spannender sein können. Statt dessen zieht es sich über das letzte Drittel des Filmes und reißt den ganzen Film, der echt ganz nett anfängt, ziemlich runter.

Eine Frage hätte ich noch: Wurden am Anfang die Credits vergessen? Es wird nirgendwo erwähnt, wie der Film heißt. Und nein, "The Happening" ist kein Horrorfilm.

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Mittwoch, Juni 11, 2008

Worterfindung des Tages

Selbstdemordtage

Die ultimative Steigerung der Selbstdemontage.

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Dienstag, Juni 10, 2008

Wort des Tages

Suppvention

Zuschuss zur warmen Flüssigmahlzeit.

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Sneak

Nie wieder Sex mit der Ex: 5/10

























Sympatexter sitzt im Kino. Mit jeder Minute wird klarer, wohin der Film tendiert: gut oder schlecht. Mit den weiteren Minuten wird klarer, wohin der Film innerhalb der Klassifizierung gut oder schlecht tendiert: Wahnsinnig gut, ganz gut, okay, naja, schlecht, mies, grottig. Ist der Film gut, kann er immer noch in die schlechte Hälfte abfallen. Ist der Film aber schon schlecht, so schafft er so gut wie nie den Aufstieg. Da ist das Kino wie das deutsche Schulsystem.
Man stelle sich eine Skala von 0 bis 10 vor, auf der sich im Laufe des Films die sympatexterische Bewertungslinie einpendelt. Die Grenze zwischen gut und schlecht ist irgendwo bei Fünfkommairgendwas. Diese Grenze unterliegt einer diffusen Unschärfe. Es gibt diese Grenze, aber keiner weiß, wo sie genau verläuft.
Dieser Film hat sich genau auf dieser Grenze eingependelt. An dem Punkt, wo gut gegen schlecht strebt, sich die beiden bis ins Unendliche annähern und sich doch nicht erreichen. Auf dieser mikroskopisch feinen Linie liegt "Nie wieder Sex mit der Sex" - der Film bildet sozusagen die Asymptote des Indifferenten.
Eigentlich ist der Film total schlecht. Aber manchmal blitzen da diese ganz besonderen Perlen durch, und man fragt sich ungläubig, wie so ein schlechter Film so lustig sein kann. War das etwa Absicht? Und ach, diese Selbstironie. In der Szene, in der die beiden Paare am Tisch sitzen und sich die Männer über den Film lustig machen, in dem Sarah früher mitgespielt hat. Das alleine ist schon lustig genug. Noch viel lustiger ist es, wenn man feststellt, dass sich die Runde über einen Film totlacht, in dem die Sarah-Darstellerin Kristen Bell tatsächlich mitgespielt hat ("Pulse"). Und so weiter und so fort. Zwischendrin noch Sätze wie "Kurzurlaub mit Hitler" und einige Dinge, die meine cineastischen Sehgewohnheiten erfrischend aufgebrochen haben.
Zwischen diesen witzigen Zwischendrinszenen war der Film aber leider langweilig.

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Montag, Juni 09, 2008

Wort des Tages

Großkotzern

Zusammenschluss mehrer rechtlich selbständiger Unternehmen mit einheitlich arrogantem Auftreten.

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Donnerstag, Juni 05, 2008

Wort des Tages

Riesiko

Ein sehr großes Wagnis.

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Mittwoch, Juni 04, 2008

Worterfindung des Tages

Top Tenperaturen

Die 10 heißesten Tage des Jahres.

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Dienstag, Juni 03, 2008

Wort des Tages

Faeceslift

Wenn das Ergebnis der Gesichtsstraffung so richtig scheiße aussieht.

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Sneak

Bank Job: 4/10





























Schon wieder wurde ein Mordsfilm angekündigt. Ich zitiere: " Ein geiles Ding" und "in der Machart wurden schon 3 oder 4 Filme gesneakt". Ganz abgesehen davon, dass von jeder Machart schon mindestens 3 oder 4 Filme gesneakt wurden, war Bank Job alles andere als ein geiles Ding. Der Film braucht ewig, bis er interessant wird oder gar ein Hauch von Spannung aufkommt. Mein einziger Lacher erfolgte im Abspann. Jason Statham beweist mal wieder, dass sein Repertoire ganz genau einen Gesichtsausdruck umfasst. Als Model war das sicher toll, als Schauspieler eher weniger. Der Film ist eine Aneinanderreihung wahnsinnig langweiliger Szenen und steuert auf einen Höhepunkt hin, der so aufregend ist wie eine Bordsteinkante.

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>> You like what you read? Sympatexter ist käuflich! Der Wahnsinn!
Über den Sympatexter:

Weiblich, 29, Stuttgart.

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