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Mittwoch, April 30, 2008
Wort des Tages
Bereutes WohnenAnderes Wort für Wohngemeinschaft.
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Einblick in Sympatexters Gedankenblasen
Im Zug sitze ich inmitten einer Horde männlicher Teenager. Ich spiele nur alibimäßig Puzzle Quest, denn das Gequatsche um mich herum ist viel interessanter. Das erste Thema ist Fußball, dicht gefolgt vom Thema Berufswahl. Die restliche Fahrt wird über StudiVZ geredet. Beim Aussteigen lacht mich ein mehrere Quadratmeter verschlingendes Plakat an: Eine Zeitung wirbt mit drei Supplements zu den Themen: Wie das Internet unsere Gesellschaft/unsere Kultur/unser Leben verändert. Daneben fragen mich die Gesellschafter, in was für einer Gesellschaft ich leben möchte und fordern mich zur Online-Diskussion auf. In der S-Bahn liest meine Nebensitzerin das Manifest der Digital Bohème, "Wir nennen es Arbeit". Beim Job angekommen, mache ich den Rechner an, checke Mails, RSS und Tweets. Es wäre ein Leichtes, die Generation 40- in die gefühlte Steinzeit zurückzubomben. Man müsste nur das Internet lahmlegen. Meine Eltern (60+) würden davon überhaupt nichts mitbekommen. Die Titelstories in den Holzmedien würden sie dank selektiver Nichtwahrnehmung komplett ignorieren und wenn in den TV-Nachrichten was vom Internet geredet geredet wird, wird generell weggezappt. Haben verschiedene Generationen jemals in unterschiedlicheren Welten gelebt als heute?
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Donnerstag, April 24, 2008
Wort des Tages
PooduktDas Ergebnis einer Multiplikation zweier Fucktoren. Oder die Bezeichnung für ein Ergebnis das ein Haufen Scheiße ist. Nicht zu verwechseln mit dem Proudukt. Was genau das Gegenteil eines Poodukts ist.
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Dienstag, April 22, 2008
Wort des Tages
FucktorenAlle Ursachen von Ereignissen und Parameter von Sachverhalten, die eine erstaunlich starke Tendenz aufweisen, mich anzukotzen.
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Montag, April 21, 2008
Sympatexters Vormittagsamüsement
 Wenn ich für jeden Fehler, den ich auf Spiegel Online finde, 10 Euro bekäme, wäre ich reich. Wenn nicht sogar Millionär. Diesmal ist es kein einfacher Schreibfehler, sondern Allgemeinwissen, das um knapp 300 Kilometer Luftlinie verdooft wurde.
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Freitag, April 18, 2008
Fantasy Film Fest Nights - Vorsicht: Dieser Beitrag enthält Spoiler
Diary of the Dead: 5/10  Nein, nur weil Zombies in einem Film herumlaufen und Menschen fressen, finde ich den Film noch lange nicht superdupertoll - trotz Sympatexterzombiebonus. Auch wenn ich gerne mal von meinen Freunden und Mitsneakern dieses Geschmacksverbrechens bezichtigt werde, so muss ich sagen, ist das ein ganz böses Vorurteil. Ja, ich finde Zombiefilme toll. Nein, nicht diesen. Ja, er hatte seine guten Szenen und hihi, ich musste auch mal lachen, medienkritisch war er auch. Nein, er war nicht gruselig. Es war eher eine Komödie in der Menschen sterben. Oder auch nicht, weil sie, wenn sie Glück (oder Pech) haben, als hungrige Zombies wieder auferstehen. Die überlebenden Zuschauer werden mit der Moralkeule erschlagen. Vorsicht: In diesem Film werden Menschen gefressen. Doomsday: 5/10  Virus, Epidemie, Tod, schnell, qualvoll, Schottland, hermetische Abriegelung, 25 Jahre später, Überlebende, London, Suche nach Gegenmittel. Eine Frau, die Kate Beckinsale in Underworld verdammt ähnlich sieht, aber eigentlich Rhona Mitra heißt, macht Sachen, die durchtrainierte Frauen mit Waffen gerne machen, wenn sie bedroht werden. Der Film macht Spaß, bis das Science-Fiction Setting gegen Herr der Ringe, Braveheart, Gladiator und Conan ausgetauscht wird. Das Kunstauge das Videos macht, war total albern (so eine lebensechte Replik hätte sich Lt. Commander Geordi La Forge von der USS Enterprise auch gewünscht, stattdessen musste er mit so einen dämlichen Haarreif vor den Augen herum rennen. Der Kate-Beckinsale-Klon muss das Kunstauge tragen, weil sie als Kind... ach nein, ich will ja den Plot nicht verraten). Faszinierend, dass ein Auto im hermetisch abgeriegelten Schottland 25 Jahre überdauert hat, ohne Verschleißerscheinungen und mit einem vollen Tank (was der Autobauer wohl für das Product-Placement gezahlt hat?). Und was haben die Überlebenden 22 Jahre lang gemacht, bevor sie von Satelliten entdeckt wurden? Und habe ich da etwa den Song "Eine Insel mit zwei Bergen" von 1995 gehört (dazu fette tanzende Männer in Schottenröcken)? Eine ernsthafte Sinnfrage darf man bei diesem cineastischen Kreuzzug durch die letzten 2000 Jahre der Menschheitsgeschichte nicht stellen. Die einzige Option die bleibt, ist lachen. Vorsicht: In diesem Film werden Menschen gegrillt und gegessen. Frontière(s): 8/10  Frontiere(s): Die Manifestation perversen Gedankenguts. Ein verrückter Alt-Nazi quasselt franco-germanisches Kauderwelsch und füllt in einem abgewrackten Hotel nahe Paris mit seiner Schlachterbrigade ein ganzes Kühlhaus mit toten Touristen. Weil sie so lecker schmecken. Jammi. Franzosen wissen einen guten Wein und leckeren Käse immer zu schätzen - und wie wir in diesem Film erfahren, sagen manche Franzosen zu einem gut abgehangenen Menschensteak auch nicht nein. Genau zu diesem kulinarischen Geheimtipp verirren sich vier Jugendliche aus Paris. In der Filmbeschreibung der FFF Nights liest man: "Dumm nur, dass dieses Domizil von einer Horde inzestuöser Folterknechte betrieben wird, die nichts anderes im Sinn haben, als den vorlauten Kids eine Lektion zu erteilen. Doch die sind leidensfähiger als gedacht ? und nach der Hölle gibt es Kontra?"Es stirbt der erste Jugendliche. Dann der zweite. Und man fragt sich: Wann geben sie denn endlich Kontra? Dann stirbt der dritte Banlieu-Teenager und damit auch ein bisschen die Hoffnung auf den Rachefeldzug. Haben die FFF-Typen den Film eigentlich gesehen? Zwischendrin denkt man, der Film sei zu Ende, nur um festzustellen, dass er dann erst so richtig abgeht. Denn: HAHA! Yasmine, die einzige Frau der Teeniegruppe wird verschont. Weil so mancher Altnazi Frauen gerne unterschätzt und sie eher Nachwuchs werfend hinter dem Herd sieht, als hinter einer Kettensäge. Die kam im Film zwar nicht vor, aber das wäre ohnehin nicht mehr negativ aufgefallen. Yasemine macht sich also mit der geballten Kraft der Verzweiflung auf, die Folterknechte zu dezimieren. Schön einen nach dem anderen, wie es gewissenhafte Teenager eben machen. Dabei hat es der Patriarch der Menschenfresser noch am besten erwischt: Er wird einfach nur erschossen. Im Gegensatz zu seinem Sohn, der mit der Tischkreissäge halbiert wird. Und zwar längs. Um das Ego der Verrückten noch mehr anzukratzen, ist Yasemine auch noch im dritten Monat schwanger. Mit jedem toten Verrückten wird Yasemines Kleid ein bisschen roter, bis sie am Ende aussieht wie... naja, ein abgestochenes Schwein. Wenn der Film nicht so grotesk abartig wäre, würde ich ja die Yasmine-Darstellerin für einen Oscar vorschlagen. Die schauspielerische Leistung war phantastisch. Aber ein bisschen weniger Blut hätte dem Film bestimmt gut getan. Vorsicht: In diesem Film werden Menschen geschlachtet, als Braten angerichtet und gegessen. [Rec]: 7/10  Juhu, Zombies! Diesmal fängt die Plage in Spanien an und wird gewissenhaft von einem Fernsehteam dokumentiert. Bis zum bitteren Ende. Der Zuschauer sieht das, was der Kameramann filmt: Hektisch ruckelnde Wände, eine lispelnde Moderatorin (oder spricht sie einfach nur normales Spanisch?), ruckartige 180Grad-Drehungen (nicht zu verwechseln mit dem gemeinen Plot-Twist), furiose Unschärfe und dramatische Nachtsichtaufnahmen von einem weiblichen Wesen, das jahrelang auf einem Dachboden versteckt wurde und Gollums Mutter sein könnte. Nachdem ein Exorzismus in früherer Zeit nichts zur Verbesserung ihrer Situation beigetragen hat, darf sich also das Spanische Gesundheitsministerium an der Ausrottung allen des Übels versuchen. Leider weckt der Trailer Erwartungen, die nur enttäuscht werden können. Und argh, diese Wackelkamera. Dennoch ein irgendwie ganz netter Film, weil das Zombiethema auf einige Quadratmeter Wohnhaus eingezwängt wird. Quasi ein Kammer[a]spiel. Und kurz bevor man anfängt, sich zu langweilen, fallen Feuerwehrmänner vom Himmel. Vorsicht: In diesem Film werden Menschen gefressen. Inside: 8/10  Die Nacht vor Weihnachten. Schwangere Frau. Psychopathische Frau. Statisten. Blut. Tod. Blut. Tod. Tod. Tod. Tod. Tod. Tod. Noch mehr Blut. Ein wunderbarer Schlachtfetzen, der schwangeren Frauen nur auf Rezept verabreicht werden dürfte. Nach "High Tension", the Godmother of all sickness und jetzt Inside besteht kein Zweifel mehr daran, welche Nation der Champion des cineastischen Blutverspritzens im Eigenheim ist. Ja, es sind unsere Nachbarn, die Franzosen! Hochschwangere waren im Horrorgenre bisher eher unterrepräsentiert. Diesen Mangel holt Inside jetzt ehrgeizig auf. Beim Hinausgehen hatte ich das Gefühl, knöcheltief im Blut zu waten. Und hätte man nach 5 Minuten den späteren Plot-Twist nicht schon erahnt, wäre der Film sicher noch toller gewesen. Nightmare before Christmas auf Französisch. In diesem Sinne: En garde! Möge die Überlebende siegen! Vorsicht: In diesem Film werden Körperteile abgebissen. Aber nicht gegessen.
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Donnerstag, April 17, 2008
Germany's next Heulsuse
Letzte Woche ist Bianca, die aussieht wie Britney Spears, bei Germany's next Topmodel rausgeflogen. Als Elfte, that sucks. Unter Tränen hat sie gesagt, dass sie nicht wüsste, was sie machen solle, das Modeln wäre das Einzige, das sie könnte (oder wollte? Keine Ahnung). Sie hätte überhaupt keine andere Perspektive. Endstation Modelkarriere. Sie ist 20. Traurig, wenn sie das mit der Perspektivlosigkeit nicht nur im Affekt gesagt hat, sondern tatsächlich auch glaubt. Sympatexter schüttelt einmal den Kopf und freut sich auf die nächste Folge. Heute Abend wird weitergeheult. Juhu!
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Kino
Before the devil knows you're dead: 6/10  Die Probleme dieser Welt lassen sich im Grunde auf zwei Übel reduzieren: Liebe und Geld. In diesem Film ist vor allem das fehlende Geld die Quelle von Tod und Verderben. Oh, und jetzt habe ich auch schon den ganzen Plot verraten. Fazit: Naja, naja. Ich habe mich in letzter Zeit schon intensiver gelangweilt. Wenn man selbst meint, man hätte Probleme, sollte man sich diesen Film anschauen. Danach geht es einem schon viel besser.
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Mittwoch, April 16, 2008
Sympatexter pro Twitter
Alle Blogger, natürlich auch die von Rank und Namen, sollten sich, wenn sie es nicht schon längst getan haben, einen Twitter Account zulegen. Nicht nur deshalb, um die Welt mit zusätzlichen Informationen zu beglücken, sondern vielmehr um zu üben. Und zwar in der Kunst des Sich-Kurz-Fassens. Da passieren nämlich solche Sachen nicht, wie der Satz, mit dem ich diesen Beitrag eingeleitet habe. Der wäre mit 141 Zeichen genau ein Zeichen zu lang. Der Zwang bei Twitter, sich kurz fassen zu müssen, kann so manchem Online-Geschichtenerzähler gar nicht schaden. Lange Geschichten kann schließlich jeder schreiben, aber nicht jeder lesen. Ich fange bei Zeichen 700 an, mich zu langweilen. Das wäre jetzt.
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Sneak
Chiko - 3/10  Ich kann verstehen, dass einige diesen Film toll finden. Aber ich gehöre nicht dazu. Ein bisschen zu viel Alder, Digger und Lan. Wie man lernt, besteht die größte Angst des gemeinen Hamburger Kleinkriminellen mit Migrationshintergrund darin, gefickt zu werden. Von wem und wie auch immer. Für diesen erhellenden Einblick in Dealer-Hirne habe ich zum Glück nicht mehr Geld ausgegeben, als für einen schlabbrigen Döner, dafür aber ähnlich intensiv gelitten wie beim Hinunterwürgen welken Formfleisches im Teigfladen mit Soße, die einem über die Finger rinnt. Ja, so fühlt sich dieser Film an.
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Dienstag, April 15, 2008
Wort des Tages
MausredeEine klitzekleine Ausrede.
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Montag, April 14, 2008
Wort des Tages
HirnweisEin schlauer Ratschlag. Nicht zu verwechseln mit Hirnweiss, einem milchigen Grau.
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Freitag, April 11, 2008
Wort des Tages
FellsalatWenn der vergessene Feldsalat, pelziger als Knut und Flocke, im Kühlschrank seine ersten tapsigen Schritte macht. Vergleiche: Permaschinken.
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Montag, April 07, 2008
Sneak
21: 5/10  Dieser Film sprengt die Skala der Mittelmäßigkeit und macht eine Punktlandung im diffusen Nirgendwo zwischen 4 und 6. Immerhin ist Kate Bosworth trotz gruseliger Frisur hübsch anzusehen und Kevin Spacey macht seinen Job auch nicht schlecht.
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Sympatexter braucht mehr Abwechslung
Ich muss dringend eine Nintendo DS Pause einlegen. Wenn ich meine Augen schließe, ist alles voller Puzzle Quest: Bunte Steine, lila Sterne, Münzen und Totenköpfe die langsam herunter rieseln und die ich auf einem 8x8 großen Spielfeld zu gewöhnlichen 3er, netten 4er, phantastischen 5er Reihen oder gar zu übermenschlichen Heldenleistungen kombiniere. Ich kombiniere in der Bahn, auf der Toilette, beim Treppensteigen, beim Warten an der Kasse. Eigentlich immer, wenn auch nur der winzige Hauch geistigen Leerlaufs droht. Aber jetzt ist Schluss. Sympatexter steigt auf eine Ersatzdroge um: Gruselmonster metzeln auf der Wii!
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