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Mittwoch, Oktober 31, 2007

Worterfindung des Tages

Klickboxer

Zeitgenossen, die Klicks um jeden Preis generieren wollen. Notfalls auch mit Gewalt oder mit Maßnahmen unter der Gürtellinie. Generell gilt: Scheiß auf den digitalen Nasenbruch.

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Dienstag, Oktober 30, 2007

Preview

Abbitte: 10/10

























Alles ist perfekt.*


*Ein Film über die Liebe, aber vor allem über die Bewusstwerdung der eigenen Schuld. Ein Film zum Niederknien. Eine Geschichte, die wie eine Zwiebel langsam ihren grausamen Kern offenbart, die Schauspieler, die Musik, die Bilder: Alles harmoniert, alles ist einfach perfekt. Ich konnte mir am Ende kaum noch vorstellen, dass ich am Anfang des Filmes lachen musste. Denn nach diesem Film war ich sprachlos.

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Montag, Oktober 29, 2007

Do every day something scary

Heute: Von einer Taube angeflogen worden.

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Freitag, Oktober 26, 2007

Alle Jahre wieder

Juhu, Zeitumstellung. Winterzeit. Endlich wieder Normalzeit. Meine Meinung zur Sommerzeit: Wenn ich Energie sparen will, kaufe ich mir eine Energiesparlampe. Im Oktober kann ich die Sommerzeit wieder auf die geistige Müllhalde werfen. Anfangs habe ich die Aktivisten gegen Sommerzeit müde als durchgeknallte Esoteriker belächelt. Heute fühle ich zwei mal im Jahr einen akuten Sympathieschub für diese Unterschriften sammelnde und während der Sommerzeit zwei Uhren am Handgelenk tragende Minderheit. Befürworter der Sommerzeit argumentieren gerne mit Energieersparnis und besserer Ausnutzung der langen Sommerabende, weil die Sonne länger scheint (hahaha, ich war ja auch immer schlecht in Mathe, aber dazu kann ich nur sagen: Setzen, sechs!). Vielleicht sollten wir auch den 25-Stunden-Tag einführen. Nicht, dass es irgendwas an der realen Zeit ändern würde, aber gefühlt wäre der Tag sicher länger, weil man zwischen 24 und 0 Uhr eine Stunde geschenkt bekäme. Wenn der Effekt nachlässt, führt man die 26te Stunde ein.

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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Der Kalauer zum Nachmittag

Was ist ein Mord für einen Auftragskiller?

Eine ganz normale Tötigkeit.

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Mittwoch, Oktober 17, 2007

Die Memoiren des Sympatexters - Das Stickeralbum

Heute sammeln die Kids Klingeltöne, MP3s und Handyvideos. Aber damals, als Kids noch Kinder hießen, sammelte man Sticker. Sympatexter natürlich auch. Aber leider nicht die coolen Panini-Fußball-Sticker, mit denen man heute stolz vor der Handygeneration glänzen kann, sondern die ganz schlimmen: die bunten.























Entgegen heutiger Meinungen und Dementis haben nicht nur Mädchen, sondern auch Jungs gerne Plüsch- und Glitzersticker gesammelt. Vermögen wurden ausgegeben für Katzenplüschsticker und Freundschaften sind zerbrochen, weil beim Tausch ein Bär oder Flamingo heimtückisch unterschlagen wurden.

Hier der exklusive Einblick in mein ehemaliges Heiligtum:

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Dienstag, Oktober 16, 2007

Worterfindung des Tages

Was macht ein Pärchen, das sich beim Liebesspiel im Kornfeld wälzt?

Pornkreise.

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Sneak

Enttarnt: 5/10
























Ein kühler Agentenfilm, der einen kalt lässt. Manche nennen das Strickmuster langsam. Ich nenne es langweilig. Die Gebäude wirken wie Särge. Was ja toll ist, wenn die Schaumspieler (oh Gott, ich habe gerade Schaumspieler geschrieben. Und das ist Ryan Phillippe in dem Film wirklich. Apropos Gott: Das Thema Katholizismus wird mir ein bisschen zu sehr strapaziert. Ein FBI-Knecht gilt als pervers, weil er gerne "harten Sex mit seiner Frau" hat und auf Stripperinnen steht und der Ostblock ist wegen Gottlosigkeit untergegangen. Aha. Und welche Eltern haben ihre Tochter in Ostdeutschland Juliana genannt? Hießen die nicht alle Jacqueline (Schakke-liehneh) oder Mandy? Die einzige erinnerungswürdige Szene ist die letzte: Das finale Aufeinandertreffen der beiden Hauptdarsteller im Aufzug. Aber egal, jetzt wird es mal Zeit für eine geschlossene Klammer) diesen Raum auch ausfüllen.



Sternwanderer: 9/10























Ach, was haben wir gelacht. Eine Liebesgeschichte voller Sarkasmus, Hexen, Tunten, Humor, Mord, bitterbösen Kommentaren und einem Take That Lied. Ach, hat das Spaß gemacht.

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Samstag, Oktober 13, 2007

Die Memoiren des Sympatexters - Heute: die 7. Klasse

Selten so gelacht wie heute. Sympatexter ist im Aufräumer-Modus und kramt in allen Ecken nach Wollmäusen. In einer unscheinbaren Discounter-Tüte finde ich dann den Schatz: Meine Schulunterlagen. Ich schlage das erste Heft auf und lache mich schlapp:























Walfangsaison im Englischunterricht.

Im Französischunterricht habe ich meinen Musikgeschmack visualisiert:


















Ich weiß nicht, wie es mit mir soweit kommen konnte, dass ich mir irgendwann eine Bravo-Hits CD gekauft habe. Dabei fing doch alles so vielversprechend an: Schon in jungen Jahren war"Das Model" von Kraftwerk eines meiner Lieblingslieder.

Diese Zeichnung konnte natürlich nur im Religionsunterricht entstehen:



















Vampire in Mathe:
























Und das hier entstand im Fach Deutsch:
























Jeder freie Quadratzentimeter musste genutzt werden. Meine Kernkompetenz in der 7. Klasse war das Zeichnen von nach links schauenden Frauengesichtern. Wenn mir mein eigenes Heft oder Ordner nicht gereicht hat, bin ich auf den Papiervorrat meines Nebensitzers ausgewichen. Das war fast immer Conny. Sie hat jedesmal fast einen Nervenzusammenbruch bekommen, weil ich ihre sauberen Aufschriebe vollgekritzelt habe. Sie war auch immer eine von denen, die Verstärkungsringe auf jedes Blatt gemacht haben und ein Pony wollten. Wir waren trotzdem beste Freundinnen.

Bin ich froh, dass ich damals nicht auf meine Eltern gehört und diesen ganzen Kram nicht rausgeschmissen habe. Morgen: Sympatexters Stickeralbum.

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Freitag, Oktober 12, 2007

Worterfidungen und Rätsel des Tages

Was kommt dabei heraus, wenn uns die Kariesindustrie die deutsche Bildungsmisere versüßen will? Genau: Pisaschockolade.

Unsere Kleinen sollen also schlauer werden. Die Süßwarenindustrie schreitet zur Tat und macht aus harmlosen Schokodrops 360Grad-Lernspielzeug. Wo ist bloß die Kindheit geblieben, in der man die große Pause dazu nutzen konnte, seinen Klassenkameraden die Smarties zu klauen, ohne gleich mit U = Uhr oder C = Computer gegängelt zu werden?
























Aber solange man sich als Erwachsener immer noch klüger fühlen kann, ist ja alles in Ordnung. Es gibt wohl für Eltern kaum einen erniedrigenderen Zeitpunkt, als wenn der kleine Klugscheisser nicht mehr darum bittet, ihm bei den Hausaufgaben zu helfen. Weil er merkt, dass Mama und Papa nicht wissen, was Tunwörter oder Multiplikationen sind. Aber was würde ich sagen, wenn ein kleiner Sympatexter mich fragt, wie denn die Lösung für dieses Rätsel lautet?


















Mein Schatz, das ist eine Dube Dahnpasta - ist doch ganz klar
. Klein-Sympatexter wird total skeptisch eine Braue hochziehen (das hat er/sie von mir!) und fragen, ob es nicht vielleicht eine Tube Dentalcreme sein könnte. Ähhhhh...

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Donnerstag, Oktober 11, 2007

Mittagspause

Bihunsuppe mit Hühnerfleisch. Da könnten sie gleich Bihuhnsuppe schreiben. Ob die wohl aus Doppelhuhnhälften gemacht wird?

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Mittwoch, Oktober 10, 2007

Ein Zitat, das heute fast so ausgesprochen wurde

Ist doch klar, dass die alle dopen. In Leichtathletik ist ja auch kein Ethik drin.

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Rehdesign des Sozialsystems

Ich habe schon viel von ihm gehört, dass er ein brillianter Redner sein soll und eine charismatische Persönlichkeit. Ich wurde nicht enttäuscht. Am Montag habe ich Götz Werner live erlebt. Er hat - natürlich - über das bedingungslose Grundeinkommen geredet. Aber nicht nur. Sondern auch über den Sinn von Pausen in einer Rede. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Götz Werner sprach vom Recht auf Einkommen statt vom Recht auf Arbeit. Ich fürchte, dieses Umdenken könnte schwierig werden in unserer Gesellschaft, da in alle unsere Seelen Geld durch Arbeit. Keine Arbeit - kein Geld quasi eintätowiert ist.
Er sprach von Arbeitsplätzen, die heute fast nur Einkommensplätze sind. Und von einer Gesellschaft, in der sich der Einzelne vom Selbstversorger zum Fremdversorger entwickelt hat, aber das Steuersystem immer noch das der Ära der Selbstversorger ist. Und dass es logisch wäre, in einer Gesellschaft, in der der Einzelne nur überleben kann, wenn er fremd erstellte Leistungen in Anspruch nimmt, das Entnehmen dieser Leistungen (durch Mehrwertsteuer) und nicht das Hinzufügen von Leistungen (z.B. Einkommenssteuer) zu besteuern.

Wenn er lange genug durch das Land tourt und seine Vision verbreitet, sickert sie irgendwann ins kollektive Bewusstsein. Ja, und dann? Dann werden sich die Parteien über die Höhe, Finanzierung, Art der Auszahlung, beteiligte Bevölkerungsgruppen usw streiten bis aus der Idee ein bürokratisches Monster wird. Wie z.B. Hartz V mit Freibetrag, Bedarfsprüfung und Wohngeld, aber nicht für Rentner und nur für in Deutschland geborene Deutsche mit Schuhgröße 39.

Da ich eine Diplom-Sozialromantikerin bin, bin ich von der Vision eines Grundeinkommens ziemlich angetan. Über die Form, wie es aussehen soll, möchte ich mir heute nicht den Kopf zerbrechen. Heute bin ich mit Träumen beschäftigt.

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Freitag, Oktober 05, 2007

Sympashopping - die Fortsetzung

Ich bin ja wirklich mit den besten Konsumabsichten in die Yeans Halle gegangen. Aber ich kann einfach nicht shoppen, wenn ich mit Scooter beschallt werde. Ich habe dann immer das Gefühl, dass eine Ader in meinem Gehirn platzt. Als ich aus dem Laden kam, hatte ich das Gefühl, als ob ich nach einem missglückten Kopfsprung vom 5 Meter Brett und Unterwasserorientungsverlust endlich mit dem letzten Rest Sauerstoff in der Lunge die Wasseroberfläche durchstoße und einen tiefen, befreienden Atemzug mache. Weiter zu Zara.

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Worterfindung des Tages

Permaschinken

Schinken, der mindestens einen Monat über seinem Höchstenshaltbarkeitsdatum im Kühlschrank vergessen wurde. Und zwar dort hinten, wo alles im Permafrost versinkt.

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Dienstag, Oktober 02, 2007

Sympatexter for Bundeskalauer!

Die Bundesregierung spielt mit dem Gedanken, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen. Thomas De Maiziere und Wolfgang Thierse fragen sich: Soli oder Soli nicht?

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Sneak

Sicko: 7/10
























Ach ja, die USA. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und unbegrenzten Arztrechnungen. Wo ein Arztbesuch ein finanzieller Beinbruch ist - und manchmal auch ein Genickschuss. Sicko ist lustig, man hat viel zu lachen und manchmal auch zu weinen. Wenn lebensrettende Operationen am Fließband abgelehnt werden weil sie den Gewinn der Versicherung schmälern oder die Krankenversicherung nach einem Autounfall die Behandlung nicht zahlt, weil man ja nicht vorher angekündigt hat, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu wollen, wird mir einiges klar: In die USA auswandern wollte ich sowieso nie. Jetzt weiß ich, warum. Denn meine Lebenserwartung würde anscheinend dramatisch sinken, wenn ich US-Bürger wäre. Der Vergleich der Gesundheitssysteme zwischen USA und Kanada ist ja noch lustig. Aber spätestens, wenn Sicko anfängt, das Gesundheitssystem in Frankreich und England zu verklären, fängt der Film an zu schwächeln. Geradezu gruselig wird es, wenn Michael Moore 9/11 Veteranen nach Cuba schifft und sie dort in einem Krankenhaus die Behandlung bekommen, die ihnen in den USA verweigert wurde. Wenn ein amerikanisches Kamerateam in Cuba unterwegs ist, ist es wohl selbstverständlich, dass sich Cuba von seiner besten Seite zeigt. Da vergärt mir die Satire ein bisschen zu sehr in Propaganda. Und ach ja: Der Film ist zu lang. Aber ansonsten sehenswert.



Planet Terror: 9/10

























Total sinnlos, brutal, eklig, abartig und blutig. Totaler B-Trash. Also genau das richtige für den Sympatexter. Und was habe ich gelacht. Bis mir der Hals weh tat. Besonders lustig fand ich die Tatsache, dass diese Grindhouse-Zombie-Splatter-Horror-Komödie mit all den für dieses Genre typischen Störungen und Schlieren als Digitalfilm gezeigt wurde. Gestochen scharfe Unschärfe. Yeah!
Dieser Film ist aber wohl nur für einen Randgruppengeschmack interessant, da er alles beinhaltet, was feine Fräuleins mit spitzen Schühchen und Männchen mit aufgestelltem Polokragen verabscheuen: Monster, die sich Geschwüre ins Gesicht von Menschen ausdrücken, Holzbeine die in Augenhöhlen gerammt werden, Körperteile die abfaulen und ein Hubschrauber, der eine Herde Zombies köpft. Ach, da frohlockt der Sympatexter.

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Montag, Oktober 01, 2007

Headline-Bild-GAU, den mir RSS nicht bieten kann

Ich finde es sehr beeindruckend, wie manche Headlines unfreiwillig mit manchen Bildern harmonieren.























(Horizont 39/2007)

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Der Lieblingsmonat des Sympatexters

Der Trubel namens Weihnachten ist noch fern, frische Walnüsse färben die Finger braun und man kann die schwer tragenden Apfelbäume von ihrer süßen Last befreien. Es ist der Monat der Marmeladen und des Zwetschgenkuchens. Man blinzelt der Sonne entgegen und watet durch knisternde Berge Laub. Der Hund jagt den Kastanien hinterher, die ich durch das feuchte Gras kicke. Abends genieße ich einen Schluck neuen Wein auf dem Balkon und schaue der tiefliegenden Sonne beim Bemalen der Wolken zu. Ein bisschen von diesem Gefühl kann man manchmal in den Oktober retten. Aber der September ist der schönste Monat des Jahres. Der Monat des intensivsten Geschmacks. Da kann der Dezember mit seinen Dominosteinen und Marzipankartoffeln nicht mithalten.

Goodbye September. Bis zum nächsten Jahr.

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