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Dienstag, Februar 27, 2007
Ein neues Sneak-Desaster
Smokin' Aces: 3/10 Sympatexterwarnung: GELDVERSCHWENDUNG! Außer gut aussehen, kann der Film nix. Ganz großes BUH! Zu viele Charaktere, die einfach nur wild metzelnd durch ein Hotel ziehen. Es gibt Filme, die sind unnötig brutal (da spritzt es wenigstens so schön, wenn sich jemand auf eine Kettensäge setzt) und versuchen das als schick zu tarnen. Smokin' Aces ist dafür ein Paradebeispiel. Was will der Film bewirken? Dass Kids Sätze sagen wie "wenn ich mal groß bin, will ich auch Profikiller werden"? Der Film war einfach zu bemüht, cool zu wirken und hat dabei furios versagt. Und die Story (welche Story?) diente nur als Gerüst für Alicia Keys gut auszusehen und für Gangster, sich mit Prostituierten zu dekorieren. Das wahre Leben: 7/10 American Beauty im Schwabenländle. Subtiler Humor aus Baden-Württemberg. Was bei der Sneak auffällt: die besten Filme der letzten Wochen kommen aus Deutschland. Entweder kriegen wir ansonsten nur Schrottfilme aus Hollywood vorgesetzt, oder das deutsche Kino hat sich tatsächlich weiterentwickelt - ich tendiere zu letzterem. Neben so einem Film verpuffen Hollywoodschinken mit Multimillionenbudget in die Bedeutungslosigkeit.
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Montag, Februar 26, 2007
Von der selbstgefälligen Überschätzung
Mal wieder was interessantes gelesen. Da schreibt Robert Basic von der Macht der Blogger. Ich wäre noch vor einigen Monaten ganz seiner Meinung gewesen. Heute, nach einer Diplomarbeit über das Internet und anderthalb Jahren Bloggen, sehe ich das kritischer: Was die Blogger interessiert, interessiert auch leider NUR die Blogger. Die meisten meiner Freunde wissen noch nicht mal, was ein Blog ist, geschweige denn YouTube oder Flickr. Die Kampagne "Du bist Deutschland" fanden sie alle ganz nett - von dem, was im Internet darüber abging, hatten sie keine Ahnung. StudiVZ? Ist doch eine super Plattform zum Gruscheln. Jamba, Heidi Klum, Olympische Spiele, usw - Fehlanzeige. Das einzige, was aus der Blogosphäre in ihr Leben übergeschwappt ist, war Grup Tekkan. Nicht-Blogger unterscheiden sich von Bloggern nicht etwa dadurch, dass sie technisch überfordert sind, sondern oft nur dadurch, dass sie keine Lust aufs Bloggen haben. Denn die Technik ist kinderleicht. Ich kenne schon so manchen Blogger, der mehr oder weniger schnell das Interesse am Bloggen verloren hat. Die Leute haben einfach keine Lust auf die digitale Revolution. Die wachsende Zahl der Blogs, die oft als Beleg der digitalen Revolution herhalten muss, führt in die Irre: Ich vermute, es sind viele Leute darunter, die ein zweites oder drittes Blog führen - was aber nicht zwangsläufig eine steigende Anzahl an Bloggern bedeutet. Die Blogosphäre ist weitgehend gesättigt, qualitatives Wachstum ist kaum zu beobachten. Es mögen gute Blogs entstehen, aber dafür hören wahrscheinlich zwei Blogger auf. Da ein stillgelegtes Blog nicht verschwindet, bleibt es in der Statistik - und verfälscht sie. In Deutschland lesen sehr wenige Menschen Blogs. Und noch viel weniger sind aktive Blogger. Und davon sind noch viel, viel weniger Menschen, die kritisch über Produkte, Unternehmen und Dienstleistungen schreiben und zu einer Bedrohung für Unternehmen werden könnten. Wenn ein Blogger es mal schafft, Aufruhr zu verursachen, passiert das aber auch nur in der Blogosphäre. Meistens in Form von Abmahnungen, in den seltensten Fällen konstruktiv. Außerhalb dieses elitären (inzestuösen?) Kreises interessiert sich so gut wie niemand für diese Themen. Die Blogosphäre dreht sich daher immer nur im Kreis, wie sie es schon bei Stöckchenspielen demonstriert. In der Theorie klingt alles ganz wunderbar: Tausende Menschen lesen eine Botschaft und verbreiten sie. Aber die Realität sieht anders aus: Die meisten Blogs haben noch nicht mal dreistellige Zugriffszahlen pro Tag und werden meistens von Freunden gelesen. Selbst wenn jemand mal etwas wirklich revolutionäres schreiben sollte: Die Blogosphäre ist kein Garant dafür, dass sich das auch verbreitet. Denn die Aufmerksamkeit der Menschen ist begrenzt. Etwas zu verlinken, was älter als eine Woche ist, ist ja schon fast Blasphemie- so versinkt das meiste, kaum wahrgenommen, in den Archiven. Natürlich gibt es sie: die großen, bekannten Ausnahmen. Aber das sind sie leider auch: Ausnahmen.
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Donnerstag, Februar 22, 2007
Erkenntnis des Tages
"Schütteln" funktioniert nicht nur bei PCs. Auch Macs erfreuen sich bei Problemen über derartige Behandlung und bedanken sich artig mit reibungslosem Funktionieren.
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Dienstag, Februar 20, 2007
Sneak
Lonely Hearts Killers: 5/10 Ein viel zu dicker John Travolta jagt ein Killerpärchen. Salma Hayek als Psychopathin? Warum nicht. Nachdem die grausamen Erinnerungen an "Bandidas" langsam verblasst sind, kann sie zeigen, was sie drauf hat. Nur leider hat ihr die Länge des Films den Biss genommen. Der Film braucht erst mal ewig bis er anläuft, und gegen Ende hat man das Gefühl, dass dem Regisseur das Zelluloid ausgegangen ist. Ganz großes Naja. Und dann kam Bordertown... Bordertown: 2/10 In Juarez werden Tausende Frauen vergewaltigt und ermordet. Eine ehrgeizige Reporterin (J-Lo) will die Mörderbande überführen, zunächst aus Karrieregründen, anschließend aufgrund eines Gesinnungswandels. Wie viel Doof passt in einen Film? Sehr viel. Ein Film, der sich an einem sehr schwierigen Thema verhebt, und J-Lo hat kräftig mitgehoben. Idealismus der viel zu oft die Grenze zur Dummheit überschritt und Dialoge, die zu Ohrenbluten führen. Aber Hauptsache, J-Lo sieht nach einer Vergewaltigung und inmitten einer Feuersbrunst immer noch super aus. Da konnte man stellenweise einfach nur noch lachen. Und, wie mein Nebesitzer schon sagte: das haben die Opfer nicht verdient. Wie viele verschiedene Frisuren hatte sie eigentlich während des Films? Und wie hat es Juanez (Juanez in Juarez, hahaha) geschafft, gleich zweimal in diesem Film erwähnt zu werden? Wir werden es nie erfahren. Fazit: ein sehr ambitioniertes, aber gründliches Versagen. Ganz großes Buh!
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Freitag, Februar 16, 2007
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Donnerstag, Februar 15, 2007
Der Hemdkragen, der davon träumte, Jackson Pollock zu sein.
Ich bin bekannt dafür, dass etwas Essbares eher in meinem Mund als auf meinen Klamotten landet. Aber heute gab es da wohl in irgendeiner Hinsicht Nachholbedarf. Sympatexter trägt heute einen schwarzen Pulli, aus dem ganz lässig und geradezu minimalistisch ein weißer Hemdkragen herausschaut. Zuerst wurde diese kleine textile Fläche Opfer von etwas Schwarzem. Während ich rätselte, ob das vielleicht Toner oder mein nasser Mantel war, gesellte sich schnell etwas grünes dazu: Salatsauce. Als ich die Salatsauce weggetupft habe, kam Tomatensauce dazu. Mein Hemdkragen, mittlerweile etwas schüchtern, ertrug eine sanfte Handwäsche auf der Toilette, nur um wenige Minuten später von einem Clementinenspritzer, ähnlich einem Babyurinstrahl, eine volle Breitseite zu erhalten. Da fragt man sich: was kommt als nächstes? Textmarker? Nasenbluten? Vogelscheiße?
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Mittwoch, Februar 14, 2007
Sneak
Pan's Labyrinth: 7/10 Naaaaja. Mal wieder habe ich zuviel erwartet und mal wieder wurde ich enttäuscht. Die Kröte und dieses Augen-Monster waren sehr geil. Weniger geil hingegen waren die übertriebenen Gewaltszenen. Jaja, ich weiß, Kriege sind nun mal brutal. Aber seit ich Filme schaue, bin ich das "cleane" Töten gewöhnt: Jemand kriegt eine Kugel ins Herz, es spritzt kein Blut, er torkelt ein bisschen und fällt hin und langsam bildet sich eine Blutlache unter ihm. Dagegen wirkt eine Szene, in der jemandem das Gesicht mit einer zerbrochenen Glasflasche zerhackt wird, geradezu verstörend. Ansonsten ganz nett, aber irgendwie nicht das, was man erwartet hätte. Zu wenig Labyrinth und zuviel Realität.
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Freitag, Februar 09, 2007
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Donnerstag, Februar 08, 2007
Ausnahme
Warum mache ich nicht mal zur Ausnahme etwas, das ich schon immer machen wollte? Zum Beispiel meine Sachen packen und für ein halbes Jahr nach Budapest gehen. Aber es gibt immer eine Ausrede. Meistens lautet sie "kein Geld". Wenn man Geld hat, hat man plötzlich Verpflichtungen, die einen daran hindern, seine Träume zu verfolgen. Und passt man mal nicht auf, ist man plötzlich 80 und blickt zurück und fragt sich: Was hat mich eigentlich daran gehindert? Gar nichts. Also warum mal nicht zur Ausnahme etwas machen, was man schon immer machen wollte? Das 80jährige Ich wird sich freuen.
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Mittwoch, Februar 07, 2007
Ist es nicht doof zu bloggen, dass man das Bloggen doof findet?
Warum mir Bloggen keinen Spaß (mehr) macht: - An jeder digitalen Straßenecke lauert womöglich ein Jurist. Und dieses neue Telemediengesetz... tss... - Kein Geld, kein Ruhm, keine Ehre. Bloggen kostet nur (Zeit, Nerven) und bringt nix (AdSense ist böse und hässlich). - Welches der 1000 PlugIns soll ich wählen? Äh... gar keins. Auf dieses Rumgewonge habe ich keine Lust. Geht es beim Bloggen um den Inhalt oder um die Form? - Passt man mal eine Woche nicht auf, ist man aber sowas von raus aus der Blogosphäre und kann nicht mehr mitreden. Das ist alles wie ein großer Club mit täglicher Anwesenheitspflicht. - Statistiken sind böse. Es treffen sich zwei Blogger und man kann mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen, dass das Thema "seltsame Suchanfragen" in den ersten 3 Minuten angesprochen wird. Blogger sind die early adopters, sie wissen über alles als Erste bescheid. Und dennoch sind die Gespräche oft ziemlich einseitig... - Kampf dem Seelenstriptease. - Wenn ich Blogs lese, habe ich oft den Eindruck, dass so mancher Beitrag nur dazu dient, sich zu profilieren (Blogging for Compliments) oder Besucher anzulocken. - Für mich (subjektiv) verkommt die Blogosphäre zu einem grauen Einheitsbrei. Was soll ich verlinken? Worüber schreiben? Über mein Leben? Seelenstriptease? Warum ich trotzdem blogge: Weil, äh... es doch irgendwie Spaß macht. Ich merke es schon ganz deutlich: Ich bin auch so eine mit hohem Zynismusniveau. Wunderbares Wort, habe ich hier gefunden.
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Dienstag, Februar 06, 2007
Der schreckliche Moment der Erkenntnis
Eine Woche in der Blogosphäre ist wie 7 Tage im wirklichen Leben.
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Sneak
Die Aufschneider: 7/10 Ganz lustig. Aber leider mag ich weder Stromberg noch stehe ich darauf, Witze wieder und wieder und wieder zu kauen und sie quasi totzulachen. Besser als Mittelmaß aber schlechter als Wow!
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Montag, Februar 05, 2007
Mittagspause
Ich hatte Lust auf etwas scharfes. Deshalb habe ich mir beim Chinesen etwas bestellt, was nicht nur "scharf" war, sondern "sehr scharf". Seltsam, das gabs nur einmal auf der Liste. Jetzt bin ich von meinem Vorhaben nicht mehr so überzeugt. Was ist, wenn das kein Weichspül-Chinese ist? Was, wenn das keinen Gaumenkitzel, sondern Sodbrennen bis Sonntag bedeutet? Und warum, verdammt nochmal, klingt das alles so doppeldeutig?
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Review of a Sympatexter
Da gehe ich extra in "Blood Diamond", weil ich mir so einen brutalen Würgreiz wie Saw III nicht antun will und TATAAAA: schlechter Tausch. Abgehackte Hände, herumfliegende Gewehrkugeln und Gedärme gewürzt mit guten Bösen und bösen Guten. Und, ach ja: viel zu lang ist er auch.
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