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Freitag, Dezember 30, 2005
Komm, mach mit!
Auch aus Dir kann ein Sympatextersympathisant werden!
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Mittwoch, Dezember 28, 2005
Faiße Weihnachten
= fast we iße Weihnachten.
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Dienstag, Dezember 27, 2005
Doppelt gedoppelt
Es kommt ja schon selten genug vor, dass man sich gegenseitig das gleiche schenkt. Wenn das aber gleich zweimal vorkommt, ist das irgendwie... überaus merkwürdig. Aber lustig.
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Sonntag, Dezember 25, 2005
Die Linksammlung zu Weihnachten
Für euch. Kennt wahrscheinlich schon fast jeder, aber egal. Der Gedanke zählt. Poesie im Weltall (habe etwas mehr als die von spiegel.de veranschlagten 30 Minuten gebraucht. Aber wie praktisch: Samorost cures Insomnia.)  Für mich: Sympatexter-Eltern haben gelogen. Sie haben mir doch was geschenkt. Einen Jahresvorrat Parfum. Riecht auch noch gut. Der Sympatextersympathisant Nr. 1 hat mir Boxen geschenkt, damit ich die Links da oben in ihrer vollen Pracht erleben kann. Yeah. Und: stand gar nicht auf meiner Wishlist und habe mich trotzdem sehr darüber gefreut.
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Als hätte er ihn selbst geschlagen
1. Sympatexter-Papa und Sympatexter beim Baumaufstellen:- Der sieht doch gut aus, oder? - Ja, der ist ganz hübsch. - Hübsch, der Baum, nicht wahr? - Ja, der ist ganz schön. - Der Baum ist doch wunderschön, stimmts? - Ja, der Baum sieht echt gut aus. - Der sieht doch gut aus, oder? - ... 2. Nach dem Aufstellen - Sympatexter-Papa versucht, die Schokoladenseite des Baumes zu finden.- Soll ich den Baum drehen? - Ich finde, der sieht so schon ganz gut aus. - Nene, ich drehe ihn ein bisschen. - Das ist ein Baum, der hat keine Vorder- und Rückseite, der sieht von allen Seiten gleich aus. (der Baum wird um 3,76 Grad gedreht) - Ach, jetzt sieht er guuuut aus. - Ja, der ist ganz hübsch. - Hübsch, der Baum, nicht wahr? - Ja, der ist ganz schön. - Der Baum ist doch wunderschön, stimmts? - Ja, der Baum sieht echt gut aus. - Der sieht doch gut aus, oder? - ... 3. Sympatexter-Papa und Sympatexter beim Baumschmücken:Siehe Punkt 1.
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Samstag, Dezember 24, 2005
Es weihnachtet sehr
Es ist Weihnachten und ich habe doch ein Geschenk bekommen: den ersten Trittbrettfahrer. Beim Vanity Search auf google.de musste ich feststellen, dass ich nicht mehr die Hoheit über meinen Namen habe. Jemand hat sich bei Single.de als Sympatexter eingenistet. Woran erkennt man den wahren Sympatexter? 1. am zweiten X-Chromosom 2. an weniger Rechtschreibfehlern
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Donnerstag, Dezember 22, 2005
Ein Montag auf Dienstag auf Mittwoch auf Donnerstag
Berlin begann in Stuttgart. Und zwar am Montag Abend, als ich nicht einen einzigen Gedanken an den mir bevorliegenden Schlafmangel verschwendet habe. Klar komme ich in die Sneak Preview mit, auch wenn ich sicher nicht vor 23:00 Uhr zuhause sein werde. Ich werde um 04:20 Uhr am nächsten Morgen bestimmt kaum Probleme mit dem Aufstehen haben. Nur kurz dachte ich an die nobelpreisverdächtige Bemerkung des Sympatextersympathisanten Nr. 1, der meinte, dass der Sympatexter mindestens 8 Stunden Schlaf pro Nacht bräuchte. Nur ein kleines bisschen weniger führt zu ständigem Rumgenörgel, so dass der Sympatexter ständig aufpassen muss, nicht an die Wand geklatscht zu werden (das Ende des Sympatexters als Hommage an Jackson Pollock). Erheblich weniger Schlaf, jedoch, habe keinerlei Auswirkungen auf meinen Gemütszustand. Merke: Lass den Sympatexter lieber 5 statt 7 Stunden schlafen. Zwischenfazit: Nach 4 Stunden Schlaf hätte ich Bäume ausreissen oder Clowns frühstücken können. Am Flughafen habe ich beschlossen, dass mein Bargeldvorrat aufgestockt werden müsste. Geistesgegenwärtig, wie ich so bin, habe ich ebenso beschlossen, mir einen Kontoauszug drucken zu lassen: 2,41 Euro zierten mein Konto und retteten mich vor horrenden Zinszahlungen in Cent-Höhe. Mit diesem Wissen im Hinterkopf versuchte ich auszurechnen, wen ich mit den besten Aussichten auf Erfolg fragen könnte, mir das Geld fürs Hotel auszulegen. Denn Konsumverzicht kommt gar nicht in Frage. Die Glückliche war Olga, aber so wie mein Konto derzeit aussieht, wird sie wohl ihre Brüder mit Brechstangen schicken müssen um das Geld einzutreiben. Hoffentlich hat sie keine Brüder... Der Flug war vollkommen unspektakulär. Unsere kleine nervöse Flugphobikerin, hat es geschafft, während des Fluges zu schlafen, nachdem sie Marion erst mal ihre linke Hand beim Händchenhalten komplett zertrümmert hat. Später sollte ich mich fragen, welche Qualen Anja während des Fluges gelitten haben muss, weil sie ihr Handy ausschalten musste. Eine Stunde keine SMS und kein Anruf im Flüsterton? Das kann nicht sein! In Berlin angekommen, Hotel gesucht und gefunden, bei Burger King gefrühstückt und sofort die Qualitäten des Bettes getestet. Nebenher eine halbe Stunde Talktalktalk geschaut und mich gefragt, wie man mit 20 Jahren aussehen kann wie 50 und sich trotzdem fortpflanzen darf. Der ursprüngliche Grund, also der Alibigrund für unsere lustige kleine Absturztour nach Berlin war der Besuch von ein paar Medien/IT/whatever-Firmen. Am ersten Tag ging es auf den Campus der Universität in ein Gebäude, das ziemlich asbestverseucht aussah. Anja telefonierte. Im 17. Stock gab es einen grandiosen Ausblick auf ein graues Berlin und das Klo war katastrophal. Weder Klobrille noch Seife, dafür immerhin kratziges Klopapier und Rohre, die mich aus der Wand heraus stumm angeschrien haben. Der Schlafmangel zwang mich während des Vortrages zu einem spontanen Sekundenschlaf. Während mein Kopf so schön gen Tisch fiel, bin ich wieder aufgewacht und ich versuchte, meinen Sturz dadurch zu kaschieren, dass ich vorgab, meine Schnürsenkel zu kontrollieren. Wie mir auffiel, trug ich Stiefel. Hinter mir ist eine Mitleidende beim kläglichen Versuch gegen das Sandmännchen anzukämpfen, fast vom Stuhl gefallen. Irgendwie erinnerte mich das ganze an die Rechnungswesen-Vorlesungen. Nein, eigentlich nicht, ich war ja irgendwie nie dort... egal. Bei der anschließenden Führung durch das Gebäude musste ich staunen, als meine Augen einen Stockwerk höher Science-Fiction erblickten. Ich fühlte mich wie auf der Brücke der Enterprise. Keine Lichtschalter, sondern Lichtregelung per Computer. Keine Bildschirme sondern Projektionen auf Glasscheiben. Fenster, die sich dank irgendwelcher Dioden blickdicht abdunkeln (leider konnte der Schalter dafür nicht gefunden und daher das technische Wunderwerk nicht demonstriert werden). Das war so fett, das war schon specktakulär. Nach der Pflicht kommt die Kür - in Form von Glühwein auf dem Potsdamer Platz. Der war nicht nur lecker, nein, sondern auch noch günstig. Anja telefonierte. Wie uns auffallen sollte, waren die Preise in ganz Berlin auffallend niedrig. Ausser in den Konsumtempeln, die wir im Laufe unserer Reise noch aufsuchen sollten. Den Anfang machte das LaFayette. Dort habe ich es noch geschafft, mich nicht zu verkonsumieren. Anja telefonierte. Beim anschließenden Abendessen war der Salat nicht nur günstig, sondern auch monströs groß. Anja telefonierte. Es geschah eine Premiere: Der Sympatexter hat seinen Teller (Porzellan-Eimer) nicht leergegessen. Wir, das grandios-obercoole 7. Semester, beschlossen zu wichteln. Mein Vorschlag des Schrottwichtelns wurde 7 zu 1 abgelehnt. Anja telefonierte immer noch und wir sagten ihr, dass es langsam genug sei. Also, folgenschwerer Fehler, wagte sie es einmal, ihren Freund wegzudrücken. Der hat sich im Laufe der nächsten 30 Minuten mit 27 Anrufen (in Abwesenheit. HA!) und unzähligen SMS dafür bedankt. Frauen finden es toll, wenn Männer an sie denken. In den nächsten 2 Stunden haben wir ein mentales Coaching mit Anja gemacht (sprich mir nach: "das ist mein Leben!"). Ich versuchte, ihr das Handy aus der Hand zu reissen, und schaffte es auch einmal und warf das Teufelsding mit einem wundervollen Pass zu meiner Gegenüberin, die es leider versäumte, das Handy zu behalten und gab es Anja zurück. Sie musste sofort die SMSs lesen und zeigte uns wieder einmal die wunderschönen Stressfalten, die ihr Gesicht seit zahlreichen Monaten schmückten. Anschließend verschwand sie aufs Klo. Was tat sie da? Anja telefonierte. Wir gingen ins Hotel zurück und ich nistete mich im Zimmer von Marion und Inga ein und habe mir die letzten 10 Minuten der Wiederholung von "Bis in die Spitzen" angeschaut. Als ich wieder in mein Zimmer hinunterlief sah ich Anja im Treppenhaus. Anja telefonierte. Am nächsten Morgen hatte Anja rote Augen. Schlafmangel? Kommt eine rote Nase auch vom Schlafmangel...? Egal. Es war Mittwoch und Strato stand auf dem Speiseplan der nach Wissen durstenden Medienmanager. Mit U-Bahn, S-Bahn, Bus und Taxi ging es zum Ziel. Wir sahen uns Serverfarmen, technischen Schnickschnack und saubere Klos an und schauten bei der Geburt von Babyservern zu. Kurz: Wir sahen das Internet. Strom ist gelb und das Internet blinkt grün. Danach machten wir, was Frauen so tun: Shoppen. Lush, Zara, Hallhuber, KaDeWe. Anja telefonierte. Mein Geldbeutel wurde immer mehr zu einem -beutel. Dann wurden die anderen 5 Mädels Zeuge eines durchschnittlichen Wutausbruchs des Sympatexters. Der Sympatexter mag nämlich keine telefonierenden und rauchenden Anjas. Vor allem nicht beim Essen. Dann löst sich der letzte Rest meiner Toleranz in Rauch auf und ich explodiere. Kurze Zeit später habe ich mich mit Anja wieder versöhnt, und oh, wie symbolträchtig, im Reichstag. Dort gaben wir uns feierlich die Patschepfötchen und ein kurzer Hauch von Schwesterlichkeit durchwehte den Eingangsbereich. Jemand hatte die Tür nicht zugemacht. Der Reichstag war irgendwie schon too schick to be true. Steril beschreibt es wohl am besten. Das Klo war sauber und das Wasser schmeckte hervorragend. Hervorragend war auch die heisse Vanille-Milch im Dunkin' Donuts. Anja telefonierte. Dort habe ich mich noch schnell mit Mareike (Abi '99) verabredet, die seit 1,5 Jahren in Berlin wohnt. Sie hat mich und die Meute ins "Kürbiskern" (sehr praktisch: Das Hotel war um die Ecke) geschleppt, wo sie uns leider schon nach kurzer Zeit verlassen musste. Wir, der Rest, haben uns dort dem Alkohol zugewandt und mit x Promille versucht, irgendwelche Zahlenrätsel und Knobelaufgaben zu lösen. Wenn es darum geht, etwas auseinander zu machen, bin ich der Weltmeister. Ob Metallknobelei oder psychopathische Beziehungen. Nachdem Anjas Freund die Frauenrunde als Nutten und Schlampen bezeichnet hat (weil wir sie vom Telefonieren abhalten wollten) hat die durchtriebene Daniela Anjas Handtasche geklaut und wir sind aufs Klo verschwunden und dort haben wir Mr. Psycho angerufen. Leider hat er aufgelegt. Dann ein paar SMS geschickt. Gleich doppelt, nur so zur Sicherheit. Zum Glück hat Anja ein Nokia, sonst hätte ich sie noch fragen müssen, wie ich P-s-y-c-h-o reinhacken muss. 3 SMS später war die Tasche wieder dort, wo Anja sie nicht vermisst hat: an ihrer Seite. Dann noch ein bisschen totgelacht, Namensspielchen gespielt (hmm... wir raten mal: Harry, Dieter oder Ralf? Und ja, er hieß Ralf), Knabbervorräte geplündert und ICQ-Nummern und Websites ausgetauscht (ja, so machen das moderne Medienmanager) und dann ab ins Bett. Ich habe es noch geschafft, die Kloschüssel zu umarmen (Anja telefoniert) und mich umzuziehen und bin sofort ins regungslose Koma gefallen. Olga, neben mir, hat noch versucht, die Decke daran zu hindern, sich zu drehen, denn das war dem Einschlafen irgendwie nicht so förderlich. Die gewohnten 4 Stunden Schlaf später war ich mal wieder äusserst aufgeweckt und gut gelaunt. Ich begnügte mich mit einem spartanischen Frühstück, flitzte danach schnell in mein Zimmer, prügelte meine Klamotten in den Rucksack und sah Olga beim postalkoholischen Leiden zu. Gewichtelt wurde auch noch (Juhu, Lakritze. Mag ich genau so wenig wie Kaffee. Egal.) und dann schnell raus aus dem Hotel und rein ins KaDeWe, der Sympatexter-Mama noch schnell ein Geschenk kaufen. Ein kurzer Umweg führte uns zum Alexanderplatz, den wir bis dahin nur unterirdisch bewundern konnten. Baustellen, Plattenbauten und graugraugrau. Anja telefonierte. Schnell zum zoologischen Garten, zum Auto von Daniela, unsere Koffer rausholen und huschhusch zum Flughafen. Nach dem Mittagessen bei Burger King ging es mir wieder gut und ich war, gefüllten Magens, bereit für den Rückflug. Anja telefonierte. Ich mampfte Süßigkeiten. Anja hat mal wieder theatralisch Flugangst verbreitet und ich wurde im Flieger mit offenem Mund beim Schlafen photographiert. Ich hasse euch alle. Das wars.
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Montag, Dezember 19, 2005
Was ich schon immer wusste
 So wird das aber nix mit meinen Millionen. Dann muss ich mir was anderes überlegen, wie ich reich und berümt werde. Vielleicht, indem ich berühmt ohne h schreibe.
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Die gesammelten Werke des Sympatexters
Wenn ich meinen letzten Beitrag (der/die/das Post?) so anschaue, fällt mir ein, dass ich irgendwann noch ein Buch schreiben wollte. Das wird ein Buch mit vielen Seiten und kleinem Text. Fürchte ich.
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Ein Freitag auf einen Samstag auf einen Sonntag
Hmm... ich bin müde. Bin irgendwie schon zu alt für solche nächtliche Eskapaden. Sprachs und legte sich der Sympatexter mit Rheumasalbe in der linken und Blasentee in der rechten Hand unter die elektrische Heizdecke. Mit offenen Augen durch die Stuttgarter Einkaufsmeile zu gehen kann insofern gefährlich sein, als dass es in der Regenzeit zur spontanen Blendung durch Regenschirme führen kann. Schachtelsätze sind auch gefährlich, denn durch zu schnelles Sprechen verbrennt man sich die Zunge. Schnell Weihnachtsgeschenke gekauft, gesucht, gefunden, weitergelaufen, zwischen den Menschenmassen durchgeschlichen, sie quasi ausgetänzelt, die Tüten alle paar Minuten von der linken in die rechte in die linke Hand wandern lassen und die andere Hand derweil in der Tasche mit den Resten alter Taschentücher spielen lassen. Heute habe ich eine Münze gebraucht und alles, was ich aus der Manteltasche gefischt habe, waren meterlange Zellulosefäden. Der Weihnachtsmarkt glänzte mal wieder durch die Abwesenheit von Atmosphäre. Das einzig gute am Stuttgarter Weihnachtsmarkt ist die Nähe zum Wittwer - Zuflucht für Leute ohne Regenschirm. Mein Wittwer-5-Minuten-Buchkauf-Ritual: ich suche mir die Bücher nach dem Cover aus, lese die Rückseite, lese dann ggf. noch den ersten Abschnitt. In diesen Genuss kommen maximal drei Bücher, aus denen wähle ich wiederum maximal zwei zum Kauf aus, was manchmal zu geradezu existentiellen Lebenskrisen des Sympatexters führen kann. Ohne dieses Buch (Nr. 1) kann ich nicht leben, und ohne dieses (Nr. 2) auch nicht, und ohne dieses (Nr. 3) schon gar nicht! So kommt es dann, dass meine Warteschleife für Bücher mittlerweile die Zahl 20 überschritten hat - egal, jetzt ist ja Weihnachten. Ah... und was habe ich da noch gesehen? Dieses eine Buch von Houellebecq, "Die Möglichkeiten einer Insel". Hardcover? 25 Euro? PAH!!!! Bin zwar Houellebecq-Fan, aber ich muss gestehen, dass ich bisher kein einziges Buch von ihm tatsächlich gekauft habe. Eigentlich habe ich sie mir bisher immer ausgeliehen und "ausgeliehen". Und auch dieses mal werde ich das irgendwie hinbekommen. Entweder dank Merja oder dank jemandem, der mir das Buch nicht ausleihen wollte, weil er der Ansicht war, es sei zu frauenfeindlich. Man muss ja meine zarte Seele vor Bösem bewahren. Mit diesem Motto im Hinterkopf fiel dann meine Wahl auf "die Pest" - da sterben wohl ein paar Hundert Menschen in einer Stadt und "Die Selbstmord-Schwestern" - da sterben nur 5 American-Teenage-Girls. Das nächste mal kaufe ich mir irgendwas lustiges. Hahaha (ich übe schon mal). Irgendwie habe ich das diesmal nicht gut geplant: Ich musste wieder an die andere Seite der Königstraße, zum hyperaktiv glitzernden Bahnhof. In irgendso ein Cafe, in dem ich mich mit irgendjemandem verabredet habe, weil er irgendeinen potentiellen Job für mich hätte haben können - wenn er aufgetaucht wäre. Macht ja nichts, Buch ausgepackt (hmm... welches nehme ich denn jetzt?), gelesen, nebenher zwei extrem leckere heisse Schokoladen mit Megageilemsupermilchschaum getrunken, gezahlt und gegangen. Bin bei den "Selbstmord-Schwestern" bis zum Selbstmord Nr. 1 gekommen. 20 Minuten später bin ich bei Merja angekommen, die sich manchmal auch so anhört, als wäre sie dem Selbstmord nah. Dann droht sie mir immer, dass sie, wenn es beim nächsten mal mit dem Traumjob wieder nicht klappt, Erzieherin wird. Mit einem geschickten Lächeln versuche ich dann jedesmal meinen Würgreiz zu überspielen. Nach 6 Stunden voller Geschichten aus der Kokserbranche war dann die Nacht für mich auch gelaufen, bzw. gefahren: Ich musste noch heim. Leider kam ich so spät ins Bett und musste am Samstag so früh aufstehen, dass der Dauernörgler im Sympatexter die ersten 4 Stunden nach dem Aufwachen meine Mitmenschen beglückt hat. Nörgeln im Schlafzimmer, in der Dusche, im Auto, im ICE, in Frankfurt. Nach dem ersten Spontankauf und einem der besten Sandwiches, das ich die letzten Jahre zu mir genommen habe, war dann schlagartig Schluss damit. Merke: die Laune des Sympatexters kann man am besten mit irgendwas rosanem oder leckerem aufhellen. Am Abend dann noch schnell zu Rozana, Geburtstag feiern und vorschnell gratulieren. War zwar nur anderthalb Stunden zu früh, aber trotzdem zu früh. Ich sage schon mal vorsorglich Entschuldigung für das kommende Jahr voller Unglücke. Zum Glück ist kurz danach ein Glas in tausend Scherben zerbrochen, was dann meinen Fauxpas wohl aufgehoben hat. In diesem Sinne: Ein frohes glücksneutrales Jahr, Rozana! Möge dir meine elektrische Zahnbürste viel Freude und weniger Karies bringen. Kennenlernspielchen - "Hallo, meine Name ist Soundso und mein Lieblingsessen fängt mit dem gleichen Buchstaben an wie mein Vorname" - werden abgeändert und dann haben Rozanas einen Reizdarm, Dennys Drüsenfieber und Karstens Karies. Ich hatte übrigens Jodmangel und Juckreiz. Besonders lustig werden Abende, wenn sich der harte Kern um den verwüsteten Wohnzimmertisch versammelt und die anderen schon in ihrem Bettchen liegen. Dann werden Ideen geschmiedet und Sprüche geklopft, Bäuche bis zur Schmerzgrenze mit Chips gefüllt und Blamagen beim Spiel "Scene it!" (so eine Art Trivial Pursuit, in dem es um Kinofilme geht) erlitten. Genauer gesagt: Nur ich habe die Blamage erlitten. Ich werde lange an diesem Trauma zu knabbern haben: Ich habe beim Spiel den kläglichen letzten Platz gemacht, und das als quasi-Dauerkarten-Inhaberin für Sneak-Previews und Horrorfilmfestivals. Egal, um kurz vor 6 war ich dann zuhause. Musste mein Auto freikratzen, und das, obwohl ich 400 Meter weiter wohne. Kratzzeit zu Fahrtzeit = 5 zu 1. Dann zuhause noch irgendwie zufällig und unabsichtlich die Freundin meines Bruders nackt auf dem Klo erwischt und versucht zu schlafen. Hat auch ganz gut geklappt, bis meine Eltern am nächsten Morgen die traditionelle Schrei-Kommunikationskultur quer durch alle Zimmer gepflegt haben. Mit schlaftrunkener Freundlichkeit habe ich versucht, ihnen klarzumachen, dass ich meinen Schlaf brauche und bevor ich meinen Satz beenden und mein Kissen weiter vollsabbern konnte, wurde mir gesagt, dass eine meiner unzählbaren Tanten Geburtstag hätte und wir in 30 Minuten aufbrechen. Wir? Resistance is futile - den Spruch haben die Borg sicher von meinen Eltern geklaut. Erst gibts keine Geschenke zu Weihnachten und dann auch noch DAS! Den Geburtstag habe ich auch überlebt, und das, obwohl alle paar Sekunden aus einer Ecke des Wohnzimmers der Schlager "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an" angesungen wurde. Zum Glück kannte keiner der Anwesenden mehr als die erste Zeile - der musikalische Analphabetismus liegt wohl voller genetischer Dominanz in der Großfamilie. Danach habe ich dann erst mal geschlafen, damit ich es jetzt nicht mehr kann. Dabei wollte ich eigentlich "vorschlafen", nächste Woche muss ich nämlich 3 Tage Berlin überleben. Die Leiden des jungen Sympatexters.
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Freitag, Dezember 16, 2005
Die Wunschliste des Sympatexters - Xmas 2005
Toll. Mom&Dad haben geschenkefreie Weihnachten angekündigt. Na spitze. Bin ich eigentlich schon zu alt um mir... - Bücher (ich liebe Bücher. Habe zwar mindestens 20 in der Warteschleife, aber da ich ohnehin immer mindestens 5 Bücher parallel lese, ist das ja nicht so tragisch) - CD's (ich bin zwar ein musikalischer Analphabet, aber ich bin jederzeit für eine Weiterbildung offen. Die neue von Robbie Williams oder James Blunt, die alte von Seal, Goldfrapp oder der Sängerin von Moloko - wie heisst die eigentlich? Ich bin zu faul zum nachgooglen. Was macht die eigentlich für Musik? Naja, egal, wird mir schon gefallen) - ein Headset zum Skypen (das alte ist Schrott und so lange bis ich ein neues habe bin ich eben "nicht verfügbar") - einen I-Pod in rosa (ich nehme ihn aber auch in silber, wenn es sein muss) - einen neuen Game-Boy mit diesem bescheuerten aber irgendwie lustigen Hundespiel (nachdem ich ja den Tamagotchi-Hype verpasst habe, aufgrund meines damaligen In-Between-Alters möchte ich doch diesmal mithypen) - alte Game-Boy Spiele (damit meine antiquarische Sammlung noch größer wird. Ich habe zwar zwei alte Game-Boys aber leider nur 1x Tetris - Skandal!) - ein Jahresabo für den Spiegel (ich habe keine Lust mehr, mich mit meinem Vater um jede Ausgabe zu prügeln) und/oder für "Horizont" und/oder für ein Fitness-Studio - einen Ghostwriter für meine Diplomarbeit - einen 1GB-USB-Stick - die Premium-Mitgliedschaft für OpenBC - einen Sprachkurs in Ungarn (Kochkurs kann auch nicht schaden) - den grünen Daumen - eine komplette Innenreinigung für meinen Ford-Fiesta zu schenken? Am besten eingewickelt in rosa Geschenkpapier.
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Montag, Dezember 12, 2005
Die Linksammlung zum Montag
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Das Gegen-Outing
Eigentlich ist das ja schon ein bisschen unfair. Nachdem ich die letzten Monate aus Angst vor aufdringlichen Fans und Autogrammjägern versucht habe, meine Identität geheimzuhalten, hat mich Rozana geoutet. Bei ihr gibt es zwar nicht viel zu outen, aber ich versuche es trotzdem mal:
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Kehrwoche
Im international Headquarter of Kehrwoche, Stuttgart, kann ein künstlerisches Loch in der Wand schon mal fälschlicherweise als Unordnung wahrgenommen werden.      Doppelt gekehrwocht hält besser:  Da wir gerade dabei waren: Hier könnte auch mal geputzt werden:  Die zwei mit der weißgekehrten Weste:
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Freitag, Dezember 09, 2005
Ein Mittwoch auf Donnerstag
Oh Boy. Erst mal FH von morgens bis abends. Aber ich wusste ja, worauf ich mich freuen konnte: Vorpremiere von Narnia. Yeah, Karten gekauft, Chipsberge angehäuft, die vorderen Reihen besetzt und der Sympatexter hat sich gefreut. Schon seit ich den Trailer vor Monaten gesehen habe, wusste ich, dass ich den Film unbedingt sehen musste. Aber, leiderleiderleiderleider wurde ich enttäuscht. Ich hatte mich auf einen potentiellen 10/10 Punkte-Film gefreut, leider wurden es dann doch nur 6. Oder 7? Whatever. Der beste "ich gehe durch einen Schrank und lande in einer neuen Welt"-Film ist immer noch Matrix, wobei dort der Schrank eine Pille ist. Naja, war aber trotzdem ganz nett. Die böse Königin war viel cooler (hach, Wortspiel) als der Löwe, und der Faun war irgendwie... pädophil - meinten zumindest zwei meiner drei Begleiterinnen. Egal. Nach dem Kino dann noch ein bisschen Glühwein schlürfen. Danke Katja K. aus K. für die zweimalige Einladung. Das Socialising bis spät nachts hat mir irgendwie nicht so gut getan. Leider wurde dort so extrem geraucht, dass Haut und Haar mal wieder für Monate imprägniert sind. Meine nichtrauchenden Stimmbänder haben den Dunst auch nicht so superperfekt vertragen, so dass der Hals ein bisschen kratzig wurde. An sich keine tragische Nebenwirkung, aber am nächsten Morgen musste ich eine Liste mit 21 Telefonnummer im Call Center abarbeiten. Meine Gesprächspartner müssen gedacht haben, ich hätte die Nacht durchgesoffen - sie hatten recht. Habe jedoch behauptet, es wäre eine Erkältung. Das mit dem Lügen kann ich ja schon fast seit der Geburt, bin ja eine Frau.
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Die unendlichen Weiten des Internets
Heute morgen mal wieder kräftig gelacht. Wobei dieser Artikel für mich als Star Trek Fan und Captain Picard Verehrer eigentlich gar nicht lustig war. Wie? Keine Geburtstagspartys in Weltraumhotels mit Blick aufs Erdenmeer? Was? Mars wird nicht zum Reiseparadies der Zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts? Och menno. Wenn Gene Roddenberry noch leben würde, wäre er darüber vielleicht so traurig, dass er die Borg über die Menschheit einfallen lassen würde.
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Donnerstag, Dezember 08, 2005
Customer Value - the neverending Managementstory
Der Sympatexter an sich hat eigentlich kein Problem mit Ehrgeiz. Denn der Egoist in mir schickt mich dann doch lieber mal in die Badewanne als vor den Laptop. Wenn das dann aber etwas zu oft geschieht (wie in den letzten zwei Wochen) stehe ich vor einem Problem wie jetzt: Heute, bis Mitternacht, muss ich dem Dozenten meine Präsentation und das Management Summary zuschicken. Na toll, jetzt geh' ich baden.
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Mittwoch, Dezember 07, 2005
Saurer Reis
 Ja, da wäre ich auch sauer. Ist das jetzt ein "Menno, wir dürfen nicht mehr foltern" oder ein "Menno, wir wurden erwischt"?
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Last Christmas - eine Strichliste
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Dienstag, Dezember 06, 2005
Sneak Nr. 304
Cry Wolf: 4/10 Den ganzen Film über habe ich mich gefragt, wie der Film nochmal hieß. Irgendwas mit Wolf oder so. Das war auch annähernd das Spannendste, was während des Filmes passiert ist. Naja, egal. Immerhin hatte der Film eine Message: Jon Bon Jovi muss sterben.
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Montag, Dezember 05, 2005
Liebe Rozana
Damit du weisst, was für einen Farbpsychopathen du dir da ins Haus holen willst, hier eine kleine Einweisung in den Sympa-Farbgeschmack:  Das ist übrigens mein Sofa. Sag hallo zum freundlichen IKEA-Sofa.
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Mann sucht Frau
Mir wurde ja schon mal gesagt, dass OpenBC die größte Bagger-Community wäre. (Fast) alles High Potentials mit guten Jobs und dunklen Augenringen. Aber dass es jemand tatsächlich so offen zugibt:  Jetzt kann ich mich nicht entscheiden, ob das ironisch gemeint war, oder gar witzig. Denn ansonsten weist sein Profil recht wenig komödiantisches Potential auf.
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Mein faules Ich geißelt den Sympatexter
Irgendwie weigert sich dieses Referat, was zu werden. Es ist weder schwer noch muss es ausführlich werden. Aber ich habe einfach keine Lust. Um diesen Umstand etwas zu entschärfen, mache ich das ganze bunt, dann kann sich vielleicht wenigstens mein innerer Powerpoint-Ästhet damit anfreunden. Bin immerhin schon bei Folie Nr. 11 und habe schon einige hyperaktive Animationen eingebaut. Dann schleppe ich mich mal gen Folie 12.
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Sonntag, Dezember 04, 2005
Alle Jahre wieder...
Seit ich denken kann, werde ich an Weihnachten mit Wham's "Last Christmas" in Weihnachtsstimmung gequält. Und jedes Jahr frage ich mich aufs Neue, wann es denn wieder soweit ist, wann die Invasion in den Radiosendern stattfindet. Dieses Jahr gab es einen neuen Rekord: Zum ersten mal habe ich das Lied am 29. November gehört. Ja, November. Das ist fast so schlimm wie die Tatsache, dass ich mir schon im Oktober Magenbrot gekauft habe. Pfui.
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Donnerstag, Dezember 01, 2005
Der sentimentale Sympatexter
Habe gestern meine Wohnung gekündigt. Nicht, dass ich es toll finde, im Dorf zu wohnen. Aber die Wohnung ist so schön groß, so hell, so... meins.
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