Kino: All Inclusive (2/10)

Wie kann ein Film mit einem ganz netten Vorspann eigentlich so schlecht werden? So viele eigentlich ganz gute Schauspieler auf einer Rolle Celluloid? Das kann ja gar nicht schlecht werden! Ha! Am Anfang des Films hatte ich noch so ein nebulöses 6-Punkte-Gefühl. Spätestens bei der Yoga-Szene waren wir dann bei 4 angelangt. Und bei der Party ganz am Ende war auch der lokale Tiefpunkt erreicht.
Ein Film wie Kopfschmerzen. Es fängt ganz harmlos an und dann -ZACK- kommt der Schmerz. So unaufhaltsam wie es einem notgeilen Yoga-Lehrer inmitten einer Horde von 40somethings in einer peinlichen Midlife-Crisis nur möglich ist. Und damit alle Vertreter der Generation 1969 glücklich und zufrieden nach Hause gehen können, gibt es für jeden Protagonisten ein Happy End. So kaputt die Beziehung auch sein mag: Ein bisschen Hintergewackel mit Jean Reno am Sandstrand kann jede Beziehungskatastrophe kitten. Ich habe ja so den Eindruck, dass Vince Vaughn einfach nur mit ein paar Kumpels auf einer Südseeinsel einen draufmachen wollte. Und um eine Spesenrechnung schreiben zu dürfen, hat er halt einem Filmstudio so eine halbgare Geschichte angedreht. Den Rest hat er bei der Product-Placement Abteilung einkassiert.
Oder, um es kurz zu machen: Furchtbar mit ganz wenigen halbnetten Lachern zwischendrin.


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